Gespannt erwartet

Japanischer Eliteläufer Kawauchi startet beim Düsseldorf-Marathon 2012

Yuki Kawauchi, der als schnellster Nicht-Profiläufer der Welt gilt, geht beim Düsseldorf-Marathon an den Start.

Yuki Kawauchi

Mit Yuki Kawauchi wird erstmals ein japanischer Eliteläufer beim Düsseldorf-Marathon starten.

Bild: photorun.net

Mit Yuki Kawauchi wird erstmals ein japanischer Eliteläufer beim Metro Group Marathon Düsseldorf an den Start gehen. Das Rennen, das in diesem Jahr vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF als ’Bronze Label Road Race’ eingestuft wurde und damit eine Aufwertung erfuhr, findet am 29. April statt. Die Veranstalter erwarten rund 4.000 Marathonläufer sowie 10.000 weitere Athleten, die bei parallel veranstalteten Laufwettbewerben starten werden. Online-Anmeldungen sind nach wie vor möglich.

„Die Verleihung des Bronze-Labels durch die IAAF und der Start von Yuki Kawauchi zeigen die gute Entwicklung, die der Metro Group Marathon Düsseldorf macht. Japanische Eliteläufer rennen abgesehen von Meisterschaften nur sehr selten bei großen Marathonläufen außerhalb ihres Heimatlandes“, sagte Race-Direktor Jan Winschermann.

Yuki Kawauchi, der im vergangenen Jahr beim Tokio-Marathon als Dritter mit 2:08:37 Stunden seine persönliche Bestzeit aufstellte, verpasste in diesem Jahr die Olympia-Nominierung. In Tokio musste er sich mit Rang 14 in 2:12:51 zufrieden geben. In Düsseldorf will der 25-Jährige zeigen, dass dies ein Ausrutscher war und er normalerweise ins japanische Team gehört hätte. Kawauchi wird allgemeinhin als schnellster Nicht-Profiläufer der Welt bezeichnet, da er einem normalen Acht-Stunden-Tag als Büroangestellter nachgeht und nur „nebenher“ trainiert.

Yuki Kawauchi wird am 29. April auf sehr starke Konkurrenz treffen. Darunter ist vor allem der Äthiopier Seboka Diriba Tola, der im Januar in Dubai die Weltklassezeit von 2:06:17 Stunden lief. Trotzdem reichte diese Top-Zeit in einem einmaligen Rennen lediglich zu Rang neun. Immerhin kam er einen Platz vor seinem Landsmann Yemane Adhane Tsegay (2:06:29) ins Ziel. Das ist jener Läufer, der am Sonntag den Rotterdam-Marathon in starken 2:04:48 Stunden gewann. Mit Nahashon Kimaiyo (Bestzeit: 2:10:36) ist auch der Vorjahressieger wieder im Rennen. Er gewann 2011 in einem Hitzelauf mit beachtlichen 2:10:54. Kimaiyo könnte bei guten Bedingungen ebenso wie seine kenianischen Landsleute Joseph Ngeny (2:08:10) und Evans Ruto (2:08:36) den Streckenrekord von Iaroslav Musinschi (Moldawien) brechen, der 2010 in 2:08:32 gewonnen hatte.

Wie bereits zuvor gemeldet, wird Jan Fitschen (TV Wattenscheid/2:15:40) beim Düsseldorf-Marathon versuchen, die deutsche Olympianorm von 2:12:00 Stunden zu unterbieten.

Auch im Frauenrennen könnte der Streckenrekord von Luminita Zaituc, die bereits vor acht Jahren 2:26:44 Stunden erreichte, in Gefahr geraten. Denn am Start sein wird mit der Äthiopierin Kebebush Haile eine Läuferin, die bereits 2:24:09 Stunden gelaufen ist. Mit dieser Zeit gewann sie im vergangenen Jahr den Shanghai-Marathon.

Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/2:27:58) will am Ende ihrer Karriere noch einen Qualifikationsversuch für Olympia starten. Um nach London zu kommen, müsste die 37-Jährige 2:30:00 Stunden laufen.