Innovatives Führungsfahrzeug in Berlin

Jan Fitschen unter Strom

Das neue Führungsfahrzeug für den Berlin-Marathon 2013 wurde vorgestellt. Jan Fitschen fährt den elektronisch-betriebenen BMW i3 von Leipzig nach Berlin.

Jan Fitschen - BMW

Jan Fitschen bei der Vorstellung des neuen BMW i3.

Bild: Urs Weber

Eigentlich wollte Jan Fitschen in diesem Jahr erneut beim Berlin-Marathon an den Start gehen. Jedoch verhindern hartnäckige Achillessehnen-Probleme seine Pläne: „Statt den Marathon zu laufen muss ich mich wohl im Herbst operieren lassen!“ Aber Jan Fitschen schaut voraus: „Ich bin zuversichtlich, dass ich durch meine langjährige Erfahrung im nächsten Frühjahr schon wieder angreifen kann!“

Erster war Jan dafür bei der Präsentation des neuen BMW i3. Jan empfing gemeinsam mit BMW-Vorstandsmitglied Harald Krüger im Leipziger BMW-Werk das erste elektronisch betriebene Fahrzeug, das pünktlich um 11 Uhr das Produktionsband verließ. „Eine Revolution in der Fahrzeugfertigung“, kündigt Harald Krüger an, der das Auto die ersten Meter in der Produktionshalle bewegte. Der BMW i3 ist das erste Serienfahrzeug des Autoherstellers, das ausschließlich mit Elektromotor fährt.

Der mit Elektromotor betriebene BMW i3 wird das Führungsfahrzeug des diesjährigen Berlin-Marathons.

Bild: Urs Weber

Jan Fitschen wird den lautlos und emissionsfrei dahinrollenden BMW nach Berlin fahren, wo der i3 in diesem Jahr das Marathon-Führungsfahrzeug sein wird. Auffällig für die Läufer wird sein, dass das Auto gar nicht auffällt – jedenfalls geräuschmäßig: Der Elektromotor ist beim Vorbeifahren nicht zu hören. Der Hersteller verfolgt hier ein komplett neues Konzept bei der elektronischen Antriebstechnik.

Aber auch die Karosserietechnik verfolgt ein neues Konzept: Die in Leipzig aus Karbon und GFK zusammengeklebte Karosse besteht nur noch aus 130 Teilen, die Hälfte der normalerweise bei einem PKW üblichen. Die ganze Karosserie wiegt damit nur noch ca. 50 Kilogramm. Einziges Manko ist bislang noch die Reichweite. Der Elektromotor bringt das Auto etwa 150 Kilometer weit, „das reicht also für mehrere Marathons“, so Harald Krüger. Aber er fügt in Bezug auf die Entwicklung der Elektro-Technologie beim Antrieb an: „Wir reden hier von einem Marathon, das ist kein Sprint bei der Elektromobilität.“