Düsseldorf-Marathon 2012

Jan Fitschen steigt mit Problemen aus

Agnes Jeruto rannte ein hochklassiges Debüt und gewann.

Siegerin im Frauenrennen: Agnes Jeruto rannte ein hochklassiges Debüt und gewann.

Bild: photorun.net

Während Jan Fitschen frühzeitig schon keine Chance hatte auf die Olympianorm, nutzte neben dem Franzosen Abraham Kiprotich noch ein weiterer Läufer die sehr guten Bedingungen, um das London-Ticket zu lösen: Marcin Chabowski (Polen) wurde Vierter mit 2:10:07. Ironischerweise startet damit doch ein deutscher Läufer beim olympischen Männermarathon, denn Chabowski hat auch einen deutschen Pass. Aber er wird natürlich im polnischen Trikot starten.

Im Rennen der Frauen lief eine sechsköpfige Spitzengruppe mit der favorisierten Kebebush Haile Lema, Gishu Mindaye, Melkam Gisaw, Fantu Eticha Jimma (alle Äthiopien), Agnes Jeruto und Jane Rotich (beide Kenia) lange Zeit zusammen. Die Spitzengruppe passierte die Halbmarathonmarke nach 1:12:25 Stunden. In der Folge verlor eine Läuferin nach der anderen den Kontakt und nach 35 km war Agnes Jeruto alleine an der Spitze. Die Kenianerin, die ihre Halbmarathon-Bestzeit am Sonntag nur um 22 Sekunden verpasste (!), lief einem klaren Sieg entgegen. „Es war ein prima Debüt für mich, ich hatte keine Probleme, und die Tempomacher haben mich gut geführt. Erst auf den letzten vier Kilometern wurde ich etwas langsamer“, erklärte Agnes Jeruto.

Die ihr folgende Nastassia Staravoitava schaffte mit 2:27:24 ebenso die Olympia-Norm für Weißrussland wie ihre viertplatzierte Landsfrau Volha Dubovskaya (2:28:07). Dazwischen platzierte sich Melkam Gisaw (2:27:50), und Fünfte wurde Haile Kebebush Lema (2:29:02).
Anna Hahner war ihr Marathondebüt mutig und zuversichtlich angegangen und hatte nach einem flotten Start die Halbmarathonmarke nach 1:14:16 Stunden erreicht. In der zweiten Hälfte konnte die 22-Jährige das Tempo nicht ganz halten, doch sie freute sich trotz der knapp verpassten Norm über ihr Debüt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Anna Hahner und fügte hinzu: „Und ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, doch für London nominiert zu werden.“

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Anna Hahner verpasst Olympia-Norm um 14 Sekunden