Marathon-Klassiker

Jahresweltbestzeit beim Paris-Marathon

Mit 2:21:05 Stunden lief die Äthiopierin Boru Feyse Tadese als Siegerin des Paris-Marathons die erste wirkliche Spitzenzeit des Jahres.

Feyse Tadese

Boru Feyse Tadese gewann den Paris-Marathon mit einem Streckenrekord.

Bild: photorun.net

Die Marathon-Hochsaison hat am Sonntag standesgemäß begonnen: Beim Paris-Marathon, dem ersten großen Klassiker über die 42,195 km im April, gab es Weltklasse-Siegzeiten. Während der Kenianer Peter Some mit 2:05:38 Stunden triumphierte, stellte die Äthiopierin Boru Feyse Tadese eine Jahresweltbestzeit auf. Sie war nach 2:21:05 im Ziel und lief damit die erste wirkliche Spitzenzeit des Jahres. Auch bezüglich des Massenlaufes hat der Paris-Marathon eine Bestmarke erreicht: 50.000 Meldungen, so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Rennens, registrierten die Franzosen. 38.690 erreichten das Marathonziel.

Mit einer Tempoverschärfung nach der 30-km-Marke erzwang Peter Some in Paris die Entscheidung. Nach 35 km hatte der Kenianer einen Vorsprung von 25 Sekunden, den er noch deutlich ausbaute. Der 22-Jährige lag im Ziel mit 2:05:38 fast eine Minute vor dem zweitplatzierten Tadese Tola (2:06:33), der sich wiederum knapp vor Eric Ndiema (Kenia/2:06:34) behauptete. Auf den weiteren Plätzen folgten Megersa Bacha (Äthiopien/2:06:56), Philip Sanga (Kenia/2:06:57) und Sylvester Teimet (Kenia/2:08:14).

Für den erst 22-jährigen Peter Some war der Sieg in Paris der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere. Der Kenianer steigerte sich an der Seine um fast drei Minuten. Seine bisherige Bestzeit war er im vergangenen Jahr in Frankfurt gelaufen. Damals wurde er – bei allerdings sehr schweren Bedingungen aufgrund eiskalter Temperaturen – Vierter mit 2:08:29. Mit seiner Pariser Zeit sortiert er sich auf dem sechsten Platz der aktuellen Jahresweltbestenliste ein. Schnellere Ergebnisse gab es in diesem Jahr bisher nur in Dubai.

Noch besser machte es Boru Feyse Tadese. Die 24-jährige Äthiopierin bestimmte das Rennen und stellte nicht nur eine Jahresweltbestzeit sondern auch einen Streckenrekord auf. Nach 2:21:05 Stunden war sie im Ziel und war damit deutlich schneller als die Dubai-Siegerin Tirfi Tsegaye (Äthiopien/2:23:23) – die bisherige Jahresschnellste – im Januar in Dubai. Um 32 Sekunden steigerte sie die Pariser Kursbestzeit. Mit deutlichem Abstand folgten zwei Läuferinnen, die aber immerhin noch Ergebnisse unter 2:24 erreichten: Merima Mohammed (Äthiopien/2:23:14) wurde Zweite, Eunice Jepkirui (Kenia/2:23:34) belegte Rang drei. Auf den nächsten Plätzen folgten Dinknesh Tefera (Äthiopien/2:25:09), Agnes Kiprop (Kenia/2:25:22) und Fantu Jimma (Äthiopien/2:28:03).

Boru Feyse Tadese setzte mit ihrer Pariser Siegerzeit ihre starke Entwicklung fort. 2009 lief sie ihren ersten Marathon und war nach 2:36:57 Stunden im Ziel, zwei Jahre später steigerte sie sich auf 2:25:20, und 2012 war sie bei 2:23:07 angekommen. Über die Halbmarathondistanz hatte sie im vergangenen Jahr ebenfalls Erfolg: Boru Feyse Tadese wurde Vize-Weltmeisterin.

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