Runner's World Interview

Irina Mikitenko über lange Läufe und Tempo

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko trainiert zweimal pro Woche auf der Bahn.

Bild: Gabi Gerster

RUNNER’S WORLD: Wo liegen die größten Unterschiede zwischen der Marathon­vorbereitung eines Profis und der eines Freizeitsportlers?
Irina Mikitenko:
Jeder trainiert, wie er kann. Aber bei einem Profi gibt es keine Ausreden – egal wie das Wetter ist und ob wir gerade einen Feiertag haben. Als Freizeitsportler kann man sich immer sagen: Morgen ist auch noch ein Tag.

Welche Rolle spielen bei Ihren hohen Umfängen noch die langen Läufe?
Die sind sehr wichtig. Beginnend mit der 14. Woche vor dem Marathon mache ich jede Woche einen langen Lauf zwischen 30 und 35 Kilometern.

Ambitionierten Freizeitsportlern wird für den langen Lauf neuerdings empfohlen, lieber kürzere Distanzen zu laufen, aber dafür schneller. Sieht man das in Elite-Kreisen ähnlich?
Für die Schnelligkeit mache ich zweimal pro Woche Tempoläufe. Aber auch bei den langen Läufen fange ich locker an und steigere mich dann. 35 Kilometer beispielsweise beginne ich mit einer Pace von ungefähr 4:15 Minuten pro Kilometer, dann geht es schnell über zu 4:00, und die letzten 10, 15 Kilo­meter laufe ich jeweils in 3:40.

Wie messen Sie Ihr Tempo?
Ich kenne auf meinen Runden jeden Baum und jede Entfernung. Außerdem begleitet mich Alexander, mein Mann und Trainer, oft auf dem Fahrrad.

Welche Einheiten können Sie nur auf der Bahn absolvieren?
Meine Intervalltrainings – zwei pro Woche – mache ich auf der Tartanbahn des Sportplatzes hier gleich um die Ecke. Es wäre viel zu gefährlich, ein Wochenpensum von 200 Kilometern nur auf Asphalt zu laufen.

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