London-Marathon

Irina Mikitenko trifft auf Paula Radcliffe

Nach dem schnellsten deutschen Marathondebüt in Berlin trifft Mikitenko in London auf Radcliffe und Wami.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko, hier bei ihrem Debüt in Berlin, wird beim London-Marathon starten.

Bild: photorun.net

Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird wieder eine deutsche Topläuferin beim in der Regel hochkarätigsten City-Marathon der Saison an den Start gehen: Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) läuft am 13. April beim London-Marathon. Die 35-Jährige war im September in Berlin als Zweite hinter Gete Wami (Äthiopien) das schnellste Marathondebüt einer deutschen Athletin gelaufen. Mit ihren erstklassigen 2:24:51 Stunden war sie beim Debüt deutlich schneller als zum Beispiel Katrin Dörre und Uta Pippig, die über Jahre hinweg zu den besten Marathonläuferinnen der Welt zählten. In London wird Irina Mikitenko unter anderen auf Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien/2:15:25) und Gete Wami (Äthiopien/World Marathon Majors-Siegerin 2007) treffen.

Mit ihrem erstklassigen Debüt hat sich Irina Mikitenko bei den anderen Top-Veranstaltungen der World Marathon Majors (WMM), zu denen neben Berlin auch Boston, London, Chicago und New York gehören, ins Gespräch gebracht und nun für den Start in London entschieden. „Mein Ziel in London wird es sein, diese Zeit weiter zu verbessern. Ich kann nicht genau sagen, wie viel schneller ich laufen kann, ich weiß aber, dass ich meine Berliner Zeit unterbieten kann“, sagt Irina Mikitenko, die sich zurzeit noch eine Woche lang in Spanien in einem Trainingslager aufhält. Nach überstandener Mittelohrentzündung, aufgrund derer sie auf den Silvesterlauf in Trier verzichten musste, konnte sie in Spanien bisher gut trainieren.

Nach der Rückkehr aus Spanien wird sie sich zunächst zu Hause in Freigericht auf London vorbereiten, später ist ein Höhentrainingslager geplant. „Es ist gut für mich, gegen so starke Konkurrenz wie sie in London am Start ist zu laufen“, sagt Irina Mikitenko, die auch bei Olympia in Peking Marathon laufen möchte. Sie ist die erste deutsche Läuferin, die in einer WMM-Wertung Punkte gesammelt hat. In der Serie 2007-2008 liegt sie an achter Stelle. Die Siegerin erhält 500000 Dollar.

Als große Favoritin wird in London Paula Radcliffe an den Start gehen, die dieses Rennen bereits in den Jahren 2002, 2003 und 2005 gewann. Radcliffe könnte die zweite Läuferin nach der Norwegerin Ingrid Kristiansen werden, die den London-Marathon viermal gewinnt. „Ich liebe es, vor heimischem Publikum zu laufen. Und ich weiß, dass mir ein vierter Sieg in London die nötige zusätzliche Motivation für die Olympischen Spiele geben würde. Das Feld in London ist immer hochklassig“, erklärte Paula Radcliffe.