Das Interview

Irina Mikitenko: “Gespannt auf Chicago“

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko

Bild: Gabi Gerster

Die Bedingungen im Trainingslager in St. Moritz waren hier wiederum entscheidend?

Irina Mikitenko: Das stimmt. Das Rennen in New York findet ja drei Wochen nach Chicago statt, so dass die Zeit theoretisch da gewesen wäre. Im Oktober jedoch wäre ein Höhentraining in St. Moritz aufgrund der Wetterbedingungen wohl nicht möglich gewesen. Ich war froh, dass ich jetzt noch bis Ende September dort in meinem gewohnten Trainingslager laufen konnte. Es wurde zwar morgens schon sehr kalt, aber insgesamt hat das Wetter noch mitgespielt. Ich war noch nie zu später Jahreszeit dort oben. Da beginnt ja bald die Skisaison!

Wie kam es nach dem Tod Ihres Vaters und dem daraus folgenden Startverzicht für den WM-Marathon zur Entscheidung, in Chicago Marathon zu laufen?

Irina Mikitenko: Ich hatte kurz vor der WM wieder angefangen richtig zu trainieren und habe zunächst ohne Druck geschaut, wie ich in Form komme. Dann bin ich am 30. August ins Höhentraining nach St. Moritz gefahren. Es lief dort von Woche zu Woche besser und deswegen reifte der Entschluss, in diesem Jahr noch ein großes Rennen zu laufen. Ich wollte einfach den Anschluss wieder herstellen. Wettkampfgeist und Motivation gehen schnell verloren, es ist schwer nach einer Pause wieder anzufangen. Und je länger man wartet, desto schwerer wird es. Es war nach dem Tod meines Vaters und der Trainingspause psychisch nicht leicht, wieder zu beginnen. Wir haben dann lange überlegt ob ich in Chicago starten soll oder nicht, denn es ist eine ganz schöne Herausforderung. Es ist ein großer Marathon mit starker Konkurrenz, bei dem sicher schnell gelaufen wird.

Weiterlesen

Seite 2 von 3
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Bis 200 km gelaufen