Das Interview

Irina Mikitenko: “Gespannt auf Chicago“

Irina Mikitenko will den Chicago-Marathon gewinnen. Das ausführliche Interview vor dem Rennen.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko

Als erste Deutsche kann Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) am kommenden Sonntag den Chicago-Marathon gewinnen, der zu den World Marathon Majors (WMM) zählt. Ein halbes Jahr nach ihrem Sieg beim London-Marathon kehrt die deutsche Rekordhalterin (2:19:19 Stunden) wieder an die Startlinie zurück. Nach dem Tod ihres Vaters im Juli hatte sie auf den geplanten Start beim WM-Marathon in Berlin verzichtet. Die 37-jährige Siegerin der WMM-Serie 2007-2008, die auch in der Serie 2008-2009 praktisch uneinholbar führt, gab das folgende Interview vor ihrem Start:


Mit welchen Gefühlen gehen Sie zum ersten Mal bei einem US-amerikanischen Straßenrennen an den Start? Bisher sind Sie lediglich einmal, bei Olympia in Atlanta 1996, über 5.000 m in den USA gestartet.

Irina Mikitenko: Ich bin sehr gespannt auf diese Premiere in den USA. Ich freue mich darauf, in den USA zu laufen, denn dort gibt es sehr viele große und hochklassige Rennen. Zudem haben die Massen-Laufbewegung sowie die City-Marathonrennen in den USA ihren Ursprung. Spannend wird aber auch, wie ich bei einem solchen Rennen die Zeitumstellung verkrafte und wie alles andere dort funktioniert. Der Bank of America Chicago-Marathon ist bereits mein drittes von fünf verschiedenen Rennen der World Marathon Majors. Bisher bin ich in Berlin und London gelaufen, vielleicht kann ich in meiner Karriere bei allen fünf starten.

Die Läufe in Boston und New York sind im Gegensatz zu den anderen Strecken ziemlich hügelig. Würde Ihnen das liegen?

Irina Mikitenko: Ich laufe schon lieber flache Strecken, aber ich hoffe, dass ich in der Zukunft auch noch in Boston und New York starten kann.

War das Streckenprofil auch ein Grund dafür, dass Sie sich für Chicago und gegen New York entschieden haben?

Irina Mikitenko: Ja, das spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Ich weiß, dass die Strecke in Chicago schnell ist. Und ich hätte nicht genügend Zeit gehabt, um mich auf eine schwere, hügelige Strecke wie New York vorzubereiten. Da hätte ich drei Wochen mehr gebraucht, um noch sehr viele Hügelläufe in das Training integrieren zu können.

War das Streckenprofil auch ein Grund dafür, dass Sie sich für Chicago und gegen New York entschieden haben?

Irina Mikitenko: Ja, das spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Ich weiß, dass die Strecke in Chicago schnell ist. Und ich hätte nicht genügend Zeit gehabt, um mich auf eine schwere, hügelige Strecke wie New York vorzubereiten. Da hätte ich drei Wochen mehr gebraucht, um noch sehr viele Hügelläufe in das Training integrieren zu können.

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