Herbstmarathons

In Berlin könnte der Weltrekord fallen

Beim Berlin-Marathon wurden schon etliche Weltrekorde aufgestellt. Nun will Dennis Kimetto die Zeit von Wilson Kipsang unterbieten.

Dennis Kimetto

Dennis Kimetto hat mit einer Bestzeit von 2:03:45 das Potential der neue Weltrekordler zu werden.

Bild: photorun.net

Seit der Kenianer Paul Tergat 2003 in Berlin mit 2:04:55 Stunden als Erster eine Zeit unter 2:05 erreichte, wurden Marathon-Weltrekorde nur noch in der deutschen Hauptstadt gelaufen. Nun will es Dennis Kimetto dort versuchen. Der Kenianer ist der Mann, der mit der schnellsten persönlichen Bestzeit nach Berlin reisen wird. In 2:03:45 Stunden gewann der 30-Jährige im vergangenen Jahr den Chicago-Marathon. Dabei kam er bereits bis auf 22 Sekunden an den Kipsang-Weltrekord heran. Kimetto ärgerte sich im Nachhinein über den so knapp verpassten Rekord und erklärte, er habe während des Rennens nicht gewusst, wie dicht er an der Zeit von Kipsang war. Einen Weltrekord hat Kimetto in Berlin bereits gebrochen: 2012 triumphierte er bei den Big 25 Berlin in 1:11:18 Stunden. Diese 25-km-Zeit ist bis heute unerreicht. Ebenfalls vor zwei Jahren lief er dann in Berlin als Zweiter ein glänzendes Marathondebüt. Einen Schritt hinter Geoffrey Mutai (Kenia) erreichte er in 2:04:16 einen Debüt-Weltrekord, der allerdings nicht offiziell geführt wird.

Spitzenläufer beim Berlin-Marathon

Die Konkurrenz wird für Dennis Kimetto hochklassig sein – es ist kein Rennen, das nur auf ihn zugeschnitten ist. Die Kenianer Emmanuel Mutai (2:03:52), Levy Matebo (2:05:16) und Eliud Kiptanui (2:05:39) sowie der Äthiopier Tsegaye Kebede (2:04:38) haben ebenfalls jeweils Bestzeiten von unter 2:06 Stunden. Fünf Läufer mit derart schnellen Zeiten waren beim Berlin-Marathon noch nie in einem Rennen am Start. Mutai und Kebede sind voraussichtlich die stärksten Gegner für Kimetto.

Anna Hahner, hier beim Walzertanzen nach ihrem Sieg in Wien, will in Berlin ihre Bestzeit unterbieten.

Bild: photorun.net

Anna Hahner startet beim Berlin-Marathon

Eine Zeit unter 2:20 Stunden, das ist das erklärte Ziel von Shalane Flanagan. Die 33-Jährige will die schnelle Berliner Strecke nutzen, um den US-Rekord von Deena Kastor, die 2006 in London 2:19:36 erreichte, zu brechen. Flanagans Bestzeit steht zurzeit bei 2:22:07. Damit wurde sie in diesem Jahr in Boston Siebente. Flanagan ist jedoch nicht die schnellste Läuferin im Feld. Schneller waren bisher zwei Äthiopierinnen: Feyse Tadese gewann im vergangenen Jahr den Paris-Marathon mit 2:21:06 Stunden, Tirfi Tsegaye erreichte ihre Bestzeit von 2:21:19 vor zwei Jahren in Berlin als Zweite. Die 29-jährige Tsegaye hat bereits drei große Marathonrennen gewonnen: 2012 in Paris, 2013 in Dubai und zuletzt im Februar das WMM-Rennen in Tokio. Die beiden Äthiopierinnen dürften sicherlich auch ein sehr schnelles Tempo mitgehen. Vielleicht könnte es sogar in Richtung Streckenrekord gehen, den Mizuki Noguchi 2005 mit 2:19:12 aufstellte.

Nach ihrem Sensationssieg beim Wien-Marathon im April wird Anna Hahner den zweiten Marathon des Jahres in Berlin laufen. Für die 24-Jährige wird es darum gehen, ihre Bestzeit zu unterbieten. Vor einem Jahr war sie in Frankfurt nach 2:27:55 im Ziel.

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