London-Marathon

Hohes Tempo im Männerrennen

Spitzengruppe beim London-Marathon 2012

Wilson Kispsang sorgte in der Männer-Spitzengruppe für hohes Tempo.

Bild: Norbert Wilhelmi

Die Männer liefen von Beginn an ein hohes Tempo, wobei sowohl Wilson Kipsang als auch der Weltrekordler Patrick Makau (2:03:38) die Tempomacher zusätzlich antrieben. Doch für Makau endete das Rennen viel früher als gedacht. Eine Muskelzerrung an der Oberschenkel-Rückseite stoppte den Kenianer nach zehn Meilen (16 km). Als dann die Tempomacher bereits kurz vor der Halbmarathonmarke aus dem Rennen gingen, ergriff Wilson Kipsang die Initiative und riss damit sehr frühzeitig die zehnköpfige Spitzengruppe auseinander. Die erste Hälfte lief der Kenianer in 62:12 Minuten. Der Äthiopier Bazu Worku war zunächst der einzige, der mit Kipsang Schritt hielt. Doch kurz darauf fiel er zurück, während sein Landsmann Feyisa Lilesa zu dem Kenianer aufschloss. Es sah nach einem Zweikampf aus, doch auf den folgenden fünf Kilometern arbeitete sich auch Weltmeister Abel Kirui (Kenia) an die Spitze. Diesen Punkt erreichte das Trio dann nach 1:13:22 Stunden, was auf eine Endzeit von knapp unter 2:04 Stunden hinauslief. Auch an der 30-km-Marke (1:28:04) fehlte nicht viel zu einer Zwischenzeit, die auf Weltrekordkurs gelegen hätte.

„Ich wusste, dass ich stark sein würde. Aber ich wusste natürlich nicht genau, wie gut die anderen laufen würden“, erklärte Wilson Kipsang auf die Frage, ob er sich vor dem Start Siegchancen ausgerechnet hatte. „Aber ich wurde dann im Rennen immer zuversichtlicher und habe gemerkt, dass die anderen mein Tempo nicht würden halten können.“ Bei 33 km riss Wilson Kipsang ein zweites Mal mit einer Tempoverschärfung die nun nur noch dreiköpfige Spitzengruppe auseinander – dieses Mal konnte ihm keiner mehr folgen. Auf den letzten Kilometern verlor der Frankfurt-Marathon-Sieger der vergangenen beiden Jahre dann etwas an Fahrt und verpasste dadurch den erst ein Jahr alten Kursrekord seines Landsmannes Emmanuel Mutai (2:04:40) um vier Sekunden. Doch das änderte nichts an einer beeindruckenden Vorstellung gegen extrem starke Konkurrenz. Zehn Läufer waren mit Bestzeiten von unter 2:05:30 Stunden ins Rennen gegangen – das hatte es bei keinem anderen Marathon bisher gegeben.

Hinter Wilson Kipsang gab es trotzdem ein großes Loch. Martin Lel (Kenia) wurde schließlich mit 2:06:51 Zweiter vor Tsegaye Kebede (Äthiopien/2:06:52). Adil Annani (2:07:43), Jaouad Gharib (beide Marokko/2:07:44), Abel Kirui (2:07:56) und Emmanuel Mutai (beide Kenia/2:08:01) belegten die nächsten Ränge.

Weiterlesen

Seite 2 von 3
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Mary Keitany bricht Afrika-Rekord