Kenianische Dominanz

Hohes Anfangstempo sprengt Spitzengruppe

Das hohe Anfangstempo rächte sich: Nach Kilometer 25 rückte der Weltrekord in immer weitere Ferne.

Wilson Chebet

Wilson Chebet

Bild: photorun.net

An der 20-km-Marke lag die Gruppe von der Zwischenzeit her immer noch im Weltrekordbereich: 58:40 Minuten wurden hier gestoppt, die prognostizierte Endzeit wäre nun bei gleichbleibendem Tempo 2:03:47 gewesen. Doch die Kilometerabschnitte wurden langsamer, was bereits auf dem Weg zu der 20-km-Marke zu erkennen gewesen war. 62:07 Minuten wurden nach der ersten Hälfte gestoppt. Damit lag die Rotterdamer Spitzengruppe, in der unter anderen Wilson Chebet und Vincent Kipruto sowie die Äthiopier Feyisa Lelisa (Bestzeit: 2:05:23) und Chala Dechase (2:06:33) rannten, im Vergleich zum Weltrekordfahrplan erstmals etwas zurück. Hinzu kam, dass bereits zu diesem Zeitpunkt – offenbar aufgrund des hohen Anfangstempos – ein paar Favoriten den Kontakt zur Spitze verloren hatten. Gilbert Kirwa (Kenia), der Gewinner des Frankfurt-Marathons 2009 in 2:06:14 Stunden, war vor der 20-km-Marke zurückgefallen, sein Landsmann Eliud Kiptanui folgte kurz danach. Besonders auf Kiptanui hatten die Rotterdamer gehofft, schließlich hatte er im vergangenen Jahr auf der nicht leichten Prager Marathonstrecke die dortige Kursbestzeit auf sensationelle 2:05:39 geschraubt. Doch auch in seinem dritten Marathon nach Prag kam er nicht annähernd an dieses Ergebnis heran. In Rotterdam wurde er am Sonntag schließlich Vierter in 2:09:08.

Nach 25 km (1:13:42) und 30 km (1:28:42) fehlten immer mehr Sekunden zu jenen Zwischenzeiten, die für einen Weltrekord nötig gewesen wären. Kurz darauf fielen die beiden Äthiopier Feyisa Lelisa und Chala Dechase aus der Spitzengruppe. Und nachdem Sammy Kitwara als letzter Tempomacher nach 35 km (1:43:44) aus dem Rennen gegangen war, ging es bei einem ,Zwischenzeit-Rückstand’ auf den Weltrekord von nunmehr rund einer Minute für die beiden verbliebenen Kenianer nur noch um den Sieg. Erst gut einen Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung: Gegen Wilson Chebets Tempoverschärfung war Vincent Kipruto machtlos. Hinter Kipruto (2:05:33) belegten Dechasa (2:08:47), Kiptanui (2:09:08) und Alemayehu Shumye (Äthiopien/2:09:36) die nächsten Plätze.

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