Rekord-Pläne in Hannover

Hindernis-Olympiasieger Reuben Kosgei startet beim Hannover-Marathon

Reuben Kosgei will beim Hannover-Marathon 2012 Bestzeit laufen. Veranstalter hofft bei Frauen und Männern auf neue Streckenrekorde.

Reuben Kosgei

Möchte seine Bestzeit beim Hannover-Marathon 2012 deutlich verbessern: Reuben Kosgei.

Bild: photorun.net

Der Olympiasieger im 3.000-m-Hindernislauf von Sydney 2000, Reuben Kosgei, wird beim TUI Hannover Marathon am 6. Mai an den Start gehen. Der Kenianer will im dritten Anlauf seine Marathon-Bestzeit deutlich steigern. Ziel der Veranstalter ist es, sowohl bei den Männern als auch den Frauen die Streckenrekorde zu brechen. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, liegen für das Rennen, das erstmals als Bronze Label Race des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF geführt wird, bisher 8.397 Anmeldungen vor.

Zum ersten Mal wird der Hannover-Marathon einen Athleten des Kalibers von Reuben Kosgei am Start haben. Der 32-Jährige war nicht nur Olympiasieger, sondern gewann 2001 auch den WM-Titel im Hindernisrennen. Seinen ersten Marathonversuch machte Reuben Kosgei 2009 in Wien. Bei sehr warmem Wetter kam er dort jedoch nicht ins Ziel. Besser lief es dann ein halbes Jahr später in Florenz. Hier wurde der Kenianer Zweiter, hatte dabei aber Pech, dass er im Schlussspurt vom Sieger (Ben Chebet/Kenia) nur um eine Sekunde geschlagen wurde. 2:11:22 lief Reuben Kosgei damals. „Wir hoffen, dass Reuben in Hannover auf der schnellen Strecke seine Bestzeit deutlich unterbieten kann. Er bereitet sich sehr ernsthaft auf dieses Rennen vor“, erklärte der für die Spitzenathleten zuständige Christoph Kopp.

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Reuben Kosgei wird in Hannover auf starke Konkurrenz treffen. Schnellster Läufer im Feld ist nach dem derzeitigen Stand sein Landsmann Nixon Kipkoech Machichim. Der Kenianer lief in Toronto 2010 als Vierter 2:08:22. In diesem Jahr startete er im Januar bereits beim Mumbai-Marathon und belegte bei hohen Temperaturen Rang fünf in 2:11:37. Drei weitere Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden werden am 6. Mai an den Start gehen: Edwin Kutto, dessen Bruder Abel Kirui der aktuelle Marathon-Weltmeister ist, lief im vergangenen Jahr in Eindhoven 2:08:57. Amos Matui (Kenia/2:09:35) und Botoru Tsegaye (Äthiopien/2:09:57) sind die anderen beiden. Der Kursrekord, den der Kenianer Yussuf Sangoka vor zwei Jahren aufstellte, steht bei 2:08:52.

Bei den Frauen könnte der Streckenrekord sogar deutlich unterboten werden. Im vergangenen Jahr stellte Georgina Rono (Kenia) mit 2:31:19 die aktuelle Marke auf. Als Favoritin geht in Hannover Fatuma Sado (Äthiopien) an den Start. Sie gewann im vergangenen Jahr den Hamburg-Marathon mit 2:28:01 und dürfte in Hannover eine ähnliche Zeit anpeilen. Ihre stärkste Rivalin könnte die erfahrene Leah Malot (Kenia) sein, die eine Bestzeit von 2:29:17 aufweist. Hassen Beriso (Äthiopien/2:32:42) und Natalya Puchkova (Russland/2:33:02) könnten ebenso eine Rolle spielen.

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