Lake Biwa-Marathon

Henryk Szost überrascht mit Topzeit

Hinter dem Kenianer Samuel Ndungu (2:07:04) belegte der Pole Henryk Szost beim Lake Biwa-Marathon in Japan überraschend Platz zwei in 2:07:39 Stunden.

Henryk Szost

Henryk Szost freut sich über einen hochklassigen polnischen Rekord beim Lake Biwa-Marathon.

Bild: photorun.net

Ein Debütant hat am Sonntag den Lake Biwa-Marathon in Japan gewonnen: Der 25-jährige Kenianer Samuel Ndungu siegte in 2:07:04 Stunden. Während derartige Leistungen von Kenianern keine Überraschung mehr sein können, gab es eine solche auf dem zweiten Platz. Diesen belegte der Pole Henryk Szost, der mit 2:07:39 Stunden einen nationalen Rekord aufstellte. Dritter wurde der Marokkaner Abdellah Taghrafet mit 2:08:37. Der traditionelle Lake Biwa-Marathon ist bezüglich der Topathleten ein reines Männer-Eliterennen – es gibt also keine Frauen-Konkurrenz.

Nachdem die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 63:38 Minuten erreicht hatte, stiegen die beiden Tempomacher nach 25 km aus. Noch vor der 30-km-Marke ergriff Samuel Ndungu dann die Initiative. Der Kenianer, der im vergangenen Monat bereits den Marugame-Halbmarathon in Japan mit 60:55 Minuten gewonnen hatte, setzte sich schließlich gut zehn Kilometer vor dem Ziel entscheidend ab. Den Kampf um Platz zwei zwischen Henryk Szost und Abdellah Taghrafet entschied der Pole hinter der 35-km-Marke für sich. Vierter wurde überraschend der Japaner Ryo Yamamoto mit 2:08:44 vor seinem Landsmann Kentaro Nakamoto (2:08:53). Yamamoto, der seine bisherige Bestzeit um über drei Minuten unterbot, dürfte sich damit auch für die Olympischen Spiele qualifiziert haben.

Bei kühlen, regnerischen Bedingungen schaffte Henryk Szost den Sprung in die europäische Marathon-Elite. Der 30-jährige Pole hatte 2010 in Wien über die klassische Distanz zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht. Damals wurde er Vierter und steigerte sich auf 2:10:27, nachdem er 2008 beim Olympia-Marathon in Peking Rang 34 belegt hatte. Im vergangenen Jahr blieb er in Frankfurt zum ersten Mal unter der 2:10-Stunden-Marke, die für europäische Marathonläufer nach wie vor eine große Bedeutung hat. Mit 2:09:39 wurde er damals Zwölfter. Jetzt verbesserte Henryk Szost den polnischen Rekord, den er am Main noch knapp verpasst hatte, deutlich. Grzegorz Gajdus war 2003 in Eindhoven 2:09:23 gelaufen. Eine europäische Jahresbestzeit ist das Ergebnis von Henryk Szost jedoch nicht. Denn beim Tiberius-Marathon in Israel war der bisher praktisch unbekannte Franzose Patrick Tambwé im Januar 2:07:30 gelaufen. Der Europarekord, den der Portugiese António Pinto und der Franzose Benoit Zwierzchiewski gemeinsam halten, steht bei 2:06:36.

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