Boston-Marathon

Heißer Boston-Marathon kündigt sich an

Viele dramatische Rennen hat der Boston-Marathon bereits produziert, für die 116. Auflage wird ein heißes Rennen erwartet. Vier Läufer mit Bestzeiten unter 2:06 wurden verpflichtet.

Heißer Boston-Marathon kündigt sich an

Spannende und begeisternde Rennen sehen die Zuschauer immer wieder beim Boston-Marathon.

Bild: photorun.net

Der älteste City-Marathon der Welt hat schon viele dramatische Rennen produziert. Sensationell waren die Ergebnisse im vergangenen Jahr, als Geoffrey Mutai die 115. Auflage mit der schnellsten je gelaufenen Marathonzeit krönte. Nach 2:03:02 Stunden stürmte der Kenianer mit nur vier Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Moses Mosop, der damals sein Debüt lief, ins Ziel. Das ist bis heute die schnellste Zeit aller Zeiten, jedoch nicht der Weltrekord. Diese offizielle Marke lief Patrick Makau (Kenia) im vergangenen Jahr in Berlin mit 2:03:38. Da die Bostoner Strecke nicht die für eine Rekord-Anerkennung nötigen Kriterien erfüllt (siehe letzter Absatz), kann Geoffrey Mutais Zeit nicht als offizielle Bestzeit anerkannt werden.

Wenn am traditionellen Montags-Termin die 116. Auflage des Rennens gestartet wird, ist Geoffrey Mutai wieder am Start. Der Titelverteidiger ist der große Favorit, nachdem er im November auch in New York einen Streckenrekord aufgestellt hatte (2:05:06 Stunden). Doch ihn erwartet ein in zweierlei Hinsicht heißes Rennen. Vier Läufer wurden verpflichtet, die bereits unter 2:06 Stunden liefen: Gebre Gebremariam (Äthiopien/2:04:53), der 2010 den New York-Marathon gewonnen hatte und 2011 in Boston Dritter war, Levy Matebo, der in Frankfurt 2011 mit 2.05:16 Zweiter war, Wilson Chebet (2:05:27) und Robert Kiprono Cheruiyot (alle Kenia), der vor zwei Jahren den Bostoner Kursrekord auf 2:05:52 verbessert hatte. Heiß wird es am Montag allerdings auch bezüglich der Temperaturen. Rund 20 Grad Celsius werden für die Startzeit vorhergesagt. Schwierige Bedingungen erwarten also Elite- und Freizeitläufer des Boston-Marathons, für den sich 26.800 Athleten angemeldet haben.

Ausgeglichen und stark besetzt ist das Elitefeld der Frauen. Aselefech Mergia (Äthiopien) geht mit der schnellsten Zeit ins Rennen. Sie gewann im Januar in Dubai mit 2:19:31 Stunden. Der Abstand zwischen den beiden Marathonläufen ist allerdings sehr kurz, was vielleicht ein Vorteil sein kann für die Titelverteidigerin: Caroline Kilel (Kenia) ist im Winter zweimal bei einem Halbmarathon an den Start gegangen und hat sich ansonsten ausschließlich auf den Boston-Marathon vorbereitet. Im vergangenen Jahr gewann sie dort mit ihrer persönlichen Bestzeit von 2:22:36 Stunden. Ein Dutzend Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 2:25 Stunden werden am Montag an der Startlinie stehen. Für die Kenianer und Äthiopier geht es in Boston auch um eine mögliche Olympia-Qualifikation.

Warum Bostons Ergebnisse nicht als Rekorde zählen

Die Bostoner Ergebnisse können aus zweierlei Gründen nicht als Rekorde anerkannt werden. Als vor rund zehn Jahren der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) Rekorde in den Straßenläufen erstmals offiziell anerkannte, wurden in Zusammenarbeit mit der Association of International Marathons and Distance Races (AIMS) unter anderem Streckenkriterien aufgestellt. Ohne deren Erfüllung finden entsprechende Ergebnisse keinen Eingang in die Rekordlisten. So dürfen Strecken bei Straßenläufen nicht mehr als einen Meter pro Kilometer abfallen. Im Marathon wären dies also maximal 42 Meter. Die Bostoner Strecke hat ein Gefälle von 139 Metern. Ohne Zweifel ist sie aufgrund diverser Hügel trotzdem schwer zu laufen. Das zweite entscheidende Kriterium ist die Entfernung zwischen Start und Ziel. Diese darf maximal 50 Prozent der Streckenlänge betragen. In Boston sind Start und Ziel jedoch deutlich weiter als 21,0975 km voneinander entfernt. Durch derartige Punkt-zu-Punkt-Kurse können Läufer, wie am Montag in Boston, von Rückenwind profitieren.

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