Marathon

Haile läuft New York statt Berlin

Bislang hat Haile Gebrselassie vor allem auf flachen Strecken geglänzt. In New York wird es schwer für ihn.

„Alles ist groß in New York. Es ist eine große Stadt und der New York-Marathon ist ein großes Rennen. Ich will hier eine starke Leistung zeigen – dieses Jahr muss jenes sein, in dem ich in New York starte. Eines Tages wird mich jemand fragen, ,Hast du den New York-Marathon gewonnen?’ Wenn ich hier nicht gelaufen bin, fehlt ein Stück in meiner Karriere“, erklärte Haile Gebrselassie während einer Pressekonferenz in New York.

Ob ihm die wellige Strecke in ,Big Apple’ wirklich liegt, muss man abwarten. Bisher ist Haile Gebrselassie nur auf flachen, schnellen Kursen Marathon gelaufen: Berlin, Dubai, London, Amsterdam und Fukuoka. Das Projekt Weltrekord-Verbesserung hat Haile Gebrselassie mit seiner Entscheidung für New York für dieses Jahr zu den Akten gelegt. Denn derartige Ergebnisse sind in Manhattan nicht möglich.

Bei seinem Freund und früheren Dauerrivalen Paul Tergat hat sich Haile Gebrselassie bereits erkundigt, wie man in New York am besten zum Erfolg kommt. Der Kenianer hatte das Spektakel 2005 gewonnen. „Er hat mir erklärt, dass ich geduldig sein muss. Mit einem gleichmäßigen Tempo kannst du in New York gewinnen, sagte er“, erzählte Haile Gebrselassie.

Mark Milde, der Race-Direktor des Berlin-Marathons bestätigte, dass Haile Gebrselassie in diesem Jahr nicht in der deutschen Hauptstadt an den Start gehen wird. „Ich hätte ihn gerne wieder verpflichtet, denn Haile ist auch medial immer ein Erfolg“, sagte Mark Milde und fügte hinzu: „Ich glaube zudem weiterhin, dass Haile noch zumindest einen sehr guten Marathon laufen kann.“ Andererseits sieht Mark Milde in der Situation auch eine neue Chance. So könnte es zum Beispiel endlich zum Start von Sammy Wanjiru kommen. Der Kenianer hatte bereits nach seinem Olympiasieg 2008 in Peking angekündigt: „Jetzt will ich beim Berlin-Marathon Weltrekord laufen.“ Mark Milde ist mit dem Management des Kenianers im Kontakt. „Es steht aber noch nicht fest, ob er nach Berlin kommen wird oder nicht.“

Rotterdam-Sieger Patrick Makau Musyoki oder Boston- und Frankfurt-Gewinner Robert Kiprono Cheruiyot wären weitere Athleten, die für Berlin in Frage kommen könnten.

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