Verfolgungsrennen

Haile jagt die Konkurrenz in Wien

Haile Gebrselassie will seinen Geburtstag einen Tag früher feiern, denn in Wien will er sich am Sonntag mit einem Sieg beim Halbmarathon selbst beschenken.

Happy Birthday, Haile!

Gefragter Weltrekordler: Haile Gebrselassie bei der Pressekonferenz in Wien.

Bild: photorun.net

Am 18. April wird Haile Gebrselassie 38 Jahre alt. Es ist der Tag nach dem Vienna City Marathon, in dessen Rahmen er ein außergewöhnliches Halbmarathon-Rennen laufen wird, das eigens für ihn kreiert wurde und das Motto trägt: "Catch me, if you can". Während seines Rennens wird er zugleich die Eliteläufer des parallel stattfindenden Marathons jagen. Genau zwei Minuten Vorsprung erhalten die Marathonläufer am 17. April in Wien. Als die Organisatoren ihm im vergangenen Herbst diesen Vorschlag machten, sagte Haile Gebrselassie umgehend zu. „Das ist eine sehr gute Idee und etwas anderes“, erklärte Äthiopiens Superstar am Freitag nach seiner Ankunft in Wien.

“In diesem Jahr werde ich meinen Geburtstag einen Tag eher feiern – am Sonntag“, sagte Haile Gebrselassie während der Pressekonferenz. Fünf Monate nach seinem Rücktritt vom Rücktritt präsentierte sich Haile Gebrselassie entschlossen wie immer und zugleich fit. Es könnte für ihn wohl keine bessere Geburtstagsparty geben als einen Sieg in einem großen Rennen.

Dass der Sieger am Sonntag Haile Gebrselassie heißt, daran gibt es keinen Zweifel, denn es fehlt im Halbmarathon an ernsthafter Konkurrenz. Auch den zweiminütigen Rückstand gegenüber den Elite-Marathonläufern sollte Haile Gebrselassie während seines 21,0975-km-Rennens aufholen. Dennoch wird es interessant zu sehen, wie der Marathon-Weltrekordler die Athleten vor ihm jagt und welche Zeit er erreicht. Er wird ohne Tempomacher an den Start gehen, allerdings dürfte ihn das Überholen der einzelnen Läufer beziehungsweise Gruppen anspornen.

Patrick Ivuti, einer der Favoriten im Marathonrennen, begrüßt die Idee eines solchen Verfolgungsrennens. „Das ist eine gute Initiative. Ich habe kein Problem damit, dass Haile uns jagt, schließlich läuft er in einem anderen Wettbewerb“, erklärte der Kenianer, der eine persönliche Bestzeit von 2:07:46 Stunden hat. „Ich erwarte, dass Haile uns überholt. Aber vielleicht spornt er uns auch an und wir rennen dadurch etwas schneller.“

„Ich will am Sonntag schnell rennen, aber ich möchte jetzt nicht spekulieren, was für eine Zeit herauskommen könnte“, erklärte Haile Gebrselassie und fügte hinzu: „Wenn ich nur 62 oder 63 Minuten laufen würde, würden sich die Leute ja fragen: Das soll Haile sein?“ Bezüglich seiner Gegner im Verfolgungsrennen sagte der Äthiopier: „Es gibt zwei Möglichkeiten: Natürlich könnte sich einer der Läufer sagen, ich möchte am Halbmarathonpunkt vor Haile sein. Aber wer tatsächlich schneller als ich dort sein wird, wird am Ende eine schlechte Marathonzeit laufen. Denn man sollte, wie ich selbst schon erfahren musste, im Marathon die erste Hälfte nicht zu schnell rennen.“ Zugleich versicherte Haile Gebrselassie den Marathonläufern aber auch: „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ich werde nicht im letzten Augenblick meine Pläne ändern und plötzlich Marathon laufen.“

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