BMW Berlin-Marathon

Haile Gebrselassie steigt mit Problemen aus

Haile Gebrselassie

Haile Gebrselassie geht in Berlin aus dem Rennen.

Bild: photorun.net

Jetzt gab es das erwartete Duell zwischen Haile Gebrselassie und Patrick Makau. Doch es war viel schneller entschieden als gedacht. Der Kenianer sprintete nach 27 km plötzlich davon – im Stile eines Mittelstreckenläufers verabschiedete er sich vom Weltrekordler. Kurz darauf bekam dieser Atem- und Lungenprobleme und musste das Rennen unterbrechen. Haile Gebrselassie lief danach noch rund acht Kilometer weiter, doch schließlich ging er endgültig aus dem Rennen. Entgegen ersten Spekulationen, die von Karriereende sprachen, ließ sein Manager Jos Hermens durchblicken, dass ein Start im Januar beim Marathon in Dubai anstehen könnte. Während Haile Gebrselassie nach vier Berlin-Marathon-Siegen dieses Mal nicht ins Ziel kam, hielt Patrick Makau das hohe Tempo durch und lief Weltrekord.

„Als ich heute morgen aufwachte, fühlte ich mich körperlich nicht so richtig gut. Doch vom Start weg war alles in Ordnung, ich hatte keine Probleme“, sagte Patrick Makau, der nun voraussichtlich bereits für die Olympischen Spiele vornominiert werden könnte. „Ich bin nach Berlin gekommen, um zu gewinnen. Es ist natürlich eine große Herausforderung, gegen Haile zu laufen. Aber ich hatte mit mehr Gegenwehr von ihm gerechnet.“

Bei den Frauen hatten sich Florence Kiplagat und Paula Radcliffe vom Start weg abgesetzt. Sie liefen von Beginn an ein Tempo, das auf eine Zeit von knapp unter 2:20 Stunden führte. Doch nach knapp 15 km wurde es für Paula Radcliffe bei ihrem Comeback-Rennen zu schnell. Sie ließ es etwas ruhiger angehen, um Kräfte zu sparen, während Florence Kiplagat keine Schwäche zeigte. „Ich hatte nicht mit einer derartigen Zeit gerechnet“, erklärte Florence Kiplagat, die 2010 Halbmarathon-Weltmeisterin war. Nun lief sie auch über die 42,195 km in die Weltspitze: Nach 2:19:44 war die Kenianerin im Ziel.

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