Comeback in Hamburg

Haile Gebrselassie startet beim Marathon Hamburg

Der frühere Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie plant, beim Hamburg-Marathon am 4. Mai den Altersklassen-Weltrekord von 2:08:46 Stunden zu unterbieten.

Haile Gebrselassie

Haile Gebrselassie will in Hamburg den Altersklassen-Weltrekord angreifen.

Bild: Norbert Wilhelmi

„Ja, Haile Gebrselassie startet in Hamburg“, gab Marathon-Chef Frank Thaleiser völlig überraschend im Rahmen einer Pressekonferenz in der Hansestadt bekannt. „Und er will den Masters-Weltrekord knacken,“ versicherte Thaleiser. Der vierfache Weltmeister und zweifache Olympiasieger Haile Gebrselassie plant, bei seiner Marathon-Premiere in der Hansestadt den Altersklassen-Weltrekord von 2:08:46 aus dem Jahr 2003 zu unterbieten. Der Mexikaner Andres Espinosa hat den Rekord in Berlin aufgestellt.

Neben dem bald 41 Jahre alten Ausnahmeläufer, der zuletzt im Jahr 2012 erfolgreich einen Marathon bestritt, wird Martin Kiptoo Lel starten. Mit dem Kenianer, dessen letzter Marathon ebenfalls zwei Jahre zurückliegt, kommt zum ersten Mal ein Sieger der prestigeträchtigen Marathons in New York und London nach Hamburg.

Ein Comeback wird am 4. Mai auch Deutschlands bester Langstreckenläufer Sören Kah geben, der sich nach einem von Kniebeschwerden und zwei Operationen negativ geprägten Jahr 2013 freut, „endlich wieder voll trainieren und mich auf Hamburg konzentrieren zu können. Mein oberstes Ziel ist, hier die Norm von 2:12:30 für die Europa-Meisterschaften in Zürich zu schaffen. Die schnelle Strecke und die großartige Stimmung bieten hierfür ideale Bedingungen.“

Während sich die Edition 2014 für die Männer-Elite somit vorwiegend als „Comeback“-Plattform profiliert, setzt sie bei den Frauen derzeit mit der Mexikanerin Madai Perez und den Äthiopierinnen Dinknesh Mekash sowie Melkam Gizaw auf eine Mischung aus Erfahrung und etablierten Talenten.

Drei Monate vor der Veranstaltung zeigen sich die Veranstalter mit den Anmeldezahlen mehr als zufrieden. „Mit knapp 14.400 gemeldeten Marathonis haben wir gut 15 Prozent mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Bemerkenswert ist dabei auch die Steigerung an ausländischen Teilnehmern – derzeit weit über 3.000 –, die sich auf die gesteigerte internationale Reputation der Veranstaltung zurückführen lässt“, erklärt Chef-Organisator Frank Thaleiser.