Wien-Marathon 2013

Haile Gebrselassie nimmt Kurs auf Masters-Weltrekorde

Haile Gebrselassie gewann vier Tage vor seinem 40. Geburtstag das Halbmarathon-Rennen beim Wien-Marathon in 61:14 Minuten.

Haile Gebrselassie gewinnt Halbmarathon

Haile Gebrselassie beim Wien-Marathon 2013.

Bild: Norbert Wilhelmi

Der Vienna City Marathon wurde von Kenianern dominiert, doch es gab natürlich trotzdem einen äthiopischen Sieger in Österreichs Hauptstadt: Haile Gebrselassie gewann zum dritten Mal in Folge das „OMV Champions Race“. Vier Tage vor seinem 40. Geburtstag lief der ehemalige Marathon-Weltrekordler in diesem Halbmarathon 61:14 Minuten. Diese Zeit ist deutlich schneller als der derzeitige Masters-Weltrekord (Kategorie ab 40 Jahre), den John Campbell (Neuseeland) 1990 mit 62:28 aufgestellt hat. In seinem nächsten Halbmarathon dürfte Gebrselassie die Bestmarke knacken. Zweiter wurde in Wien Hosea Kipkemboi (Kenia/62:01) vor Mekuant Ayenew (Äthiopien/62:21).

Angefeuert von einer riesigen Zuschauermenge lief Haile Gebrselassie zum dritten Mal in Folge diesen Halbmarathon und schaffte erwartungsgemäß einen Hattrick. Die Konkurrenz war dabei nicht stark genug, um den Superstar ernsthaft zu gefährden – das war natürlich auch so gedacht.

Der Beginn des Rennens war überraschend schnell. Nach 14:06 Minuten passierten Gebrselassie, Kipkemboi und Ayenew die 5-km-Marke, während vom eingeplanten Tempomacher nichts zu sehen war. Diese Zwischenzeit ist gut für ein Halbmarathon-Ergebnis von klar unter einer Stunde. Doch in der Folge wurde das Tempo langsamer. An der 10-km-Marke (28:43) ließ Haile Gebrselassie seine beiden Konkurrenten hinter sich. Doch er musste im Streckenabschnitt um 15 km sichtbar kämpfen und konnte das Tempo nicht hoch genug halten für eine Zeit unter 61 Minuten.

„Ich bin heute vielleicht etwas zu schnell losgelaufen und habe dadurch am Ende nicht die Zeit erreicht, die ich erhofft hatte. Aber ich denke, ich kann noch schneller rennen als heute“, erklärte Haile Gebrselassie. „Die tolle Atmosphäre habe ich einmal mehr genossen.“

Wenn es Haile Gebrselassie ernst meint mit seiner zukünftigen Jagd auf die Masters-Weltrekorde, dann werden etliche Bestmarken fallen. Das hat der zweifache 10.000-m-Olympiasieger in Wien gezeigt. Allerdings, das war ebenso zu sehen, wird auch ein Haile Gebrselassie langsamer: Vor zwei Jahren siegte er in Wien noch mit 60:18 Minuten, 2012 lief er 60:52 und jetzt 61:14. An Weltklassezeiten kann er nicht mehr herankommen. Aber das muss Haile Gebrselassie auch nicht.

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