Haile - der Weltrekordler

Haile Gebrselassie lief fast unbemerkt 30-km-Rekord

Haile nimmt Weltrekord über 30 km in seine Sammlung auf. Im nächsten Jahr kommt er wieder nach Berlin.

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Haile Gebrselassie – ein Weltrekordler.

Bild: photorun.net

Zum Frühstück bekam Haile Gebrselassie eine besondere Überraschung: Sein Weltrekord über 30 km war inzwischen von Hugh Jones, dem Streckenvermesser der Association of International Marathons and Road Races (AIMS), bestätigt worden. Der frühere Weltklasseläufer hatte gemeinsam mit dem Berliner Streckenvermesser John Kunkeler die Position des 30-km-Punktes überprüft. Damit steht der Anerkennung von Haile Gebrselassies Weltrekord am Sonntag, der im ,Vorbeigehen’ die 30 km in 1:27:49 Stunden passiert hatte, durch den internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) nichts mehr im Weg.

„Das war eine wundervolle Nachricht für mich. Der 30-km-Rekord ergänzt meine Weltrekord-Sammlung“, erklärte Haile Gebrselassie, der, vorausgesetzt die IAAF bestätigt die Zeit, in seiner einmaligen Karriere dann 20 offizielle und 7 inoffizielle Weltrekorde aufgestellt hat. Die 30-km-Bestzeit hielt zuvor der Japaner Takayuki Matsumiya, der 2005 in Kumamoto (Japan) 1:28:00 Stunden gelaufen war.

„Ich möchte mich bedanken bei Mark Milde und seinem Team sowie bei den Sponsoren. Es war wieder ein phantastisches Rennen. Ich möchte auch 2010 hier laufen“, erklärte Haile Gebrselassie während der Abschlusspressekonferenz am Montag und fügte hinzu: „Ich wünschte, ich könnte jeden Monat einen Berlin-Marathon laufen – aber leider geht das nicht und ich muss nun zwölf Monate warten.“ Im kommenden Jahr findet das Rennen am 26. September statt.

So wie es aussieht, wird Haile Gebrselassie dann einen neuen Angriff auf den Weltrekord starten. „Ich möchte in meiner Karriere mindestens 30 Weltrekorde aufstellen, möglichst jedoch noch ein paar mehr. Der Schwerpunkt liegt für mich dabei auf dem Marathon“, sagte Haile Gebrselassie, der glaubt, dass es wohl nur auf der schnellen Berliner Strecke möglich ist, Weltrekorde aufzustellen. „Wenn der Marathon-Weltrekord fällt, werden wir wieder hier sitzen!“

Doch Haile Gebrselassie ist mehr als Laufen. Am Sonntagabend bei der Läufer-Abschlussparty im Goya am Nollendorfplatz überraschte er musikalisch: Haile Gebrselassie setzte sich ans Klavier und fing an zu spielen. „Wenn ich zu Hause Zeit habe nach dem Training mache ich das zur Entspannung. Im nächsten Jahr bringe ich eine CD mit meinen Stücken mit nach Berlin“, erzählte Haile Gebrselassie, der in Addis Abeba auch als erfolgreicher Geschäftsmann tätig ist. „Es gibt inzwischen sicher auch andere Möglichkeiten für mich, Geld zu verdienen. Marathon kann weh tun, aber es ist für mich immer noch eine große Herausforderung. Deswegen will ich auf jeden Fall weiter laufen.“