Berlin-Marathon 2017

Großes Duell in Berlin: Kipsang gegen Kipchoge

Wilson Kipsang wird am 24. September beim Berlin-Marathon starten und dort auf seinen kenianischen Landsmann Eliud Kipchoge treffen.

Berlin-Marathon 2016 - Die Bilder
Wilson Kipsang

Vor vier Jahren ließ Wilson Kipsang bei seinem Weltrekordlauf in Berlin Eliud Kipchoge hinter sich. Jetzt kommt es zu einer Neuauflage dieses Duells beim Berlin-Marathon.

Bild: photorun.net

Während die Veranstalter des Berlin-Marathons die Startzusage von Olympiasieger Kipchoge bereits vor einigen Wochen bestätigten, folgte nun die Verpflichtung des nächsten Hochkaräters: Wilson Kipsang. Der 35-Jährige war vor vier Jahren beim Berlin-Marathon mit 2:03:23 Stunden Weltrekord gelaufen und hatte damals Eliud Kipchoge auf Platz zwei verwiesen. Es ist bis heute die einzige Niederlage, die Kipchoge im Marathon hinnehmen musste. Jetzt kommt es zu einer Neuauflage dieses großen Duells.

Vor vier Jahren hatte Wilson Kipsang seinen großen Tag, als er bei 40. Berlin-Marathon den Berliner Weltrekord seines Landsmannes Patrick Makau von 2:03:38 Stunden auf 2:03:23 schraubte. Makau hatte ihm damals noch vor Ort gratuliert, denn er weilte zu den Marathon-Jubiläumsfeierlichkeiten in Berlin, nachdem er verletzungsbedingt nicht starten konnte. Doch der Rekord von Kipsang hielt gerade einmal ein Jahr: 2014 lief Dennis Kimetto (Kenia) auf der schnellen Berliner Strecke als erster Mensch den Marathon schneller als 2:03 Stunden. Bei 2:02:57 blieben die Uhren stehen.

Im vergangenen Jahr war Kipsang zehn Sekunden schneller als bei seinem Weltrekord, und doch reichte es nur zum zweiten Platz hinter dem Äthiopier Kenenisa Bekele, der bei seinem Sieg Kimettos Weltrekord um nur sechs Sekunden verpasste. Kipsang hatte sich auf der zweiten Streckenhälfte allerdings mit Tempoarbeit aufgerieben und auf den letzten beiden Kilometern dem mit großer Grundschnelligkeit ausgestatteten Äthiopier nichts mehr entgegenzusetzen. Doch das Rennen vor einem Jahr weckte in ihm die Gewissheit, noch einen sehr schnellen Marathon in den Beinen zu haben. Das will er am 24. September in Berlin beweisen. „Ich bin hochmotiviert und meine Vorbereitung ist so gut wie noch nie“, sagte Wilson Kipsang, der im Februar bereits den Tokio-Marathon - ebenso wie Berlin ein Abbott World Marathon Majors-Rennen - in der Jahresweltbestzeit von 2:03:58 Stunden gewonnen hat.

Mit sechs Frauen, die Bestzeiten von unter 2:24 Stunden aufweisen, ist auch das Frauenfeld beim Berlin-Marathon einmal mehr top besetzt. Vier der Läuferinnen kommen aus Äthiopien, zwei aus Kenia. Angeführt wird das Weltklassefeld von der Kenianerin Gladys Cherono, der Berliner Siegerin von 2015 (2:19:25 Stunden). Mit dabei sind neben Titelverteidigerin Aberu Kebede, die schon dreimal in Berlin gesiegt hat (2010, 2012, 2016 / Bestzeit 2:20:30) drei weitere Äthiopierinnen: Amane Beriso (Zweite in Dubai 2016 in 2:20:48), Gulume Tollesa (Siegerin in Frankfurt 2015 mit 2:23:12) und Meseret Mengistu (Siegerin in Paris 2015 in 2:23:26). Zu den Favoritinnen wird auch die Kenianerin Valary Aiyabei zählen, die im Frühjahr in Prag mit 2:21:57 gewann.