Marathon

Gharib gewinnt 'Hasenjagd'

Jaouad Gharib siegt in Fukuoka

Mit großem Vorsprung lief der Marokkaner Gharib als erster durchs Ziel.

Bild: photorun.net

Das änderte sich nun in Japan, wo Gharib vor vier Jahren bereits einmal Rang drei belegt hatte. Nachdem die Spitzengruppe die 15-km-Marke nach 45:26 Minuten erreicht hatte, entwickelte sich ein ungewöhnliches Rennen. Der Kenianer Eliud Kiptanui, der im Frühjahr beim Prag-Marathon als Nobody mit 2:05:39 Stunden für einen sensationellen Kursrekord gesorgt hatte, verschärfte plötzlich das Tempo derart, dass er alleine mit großem Vorsprung an der Spitze lief. Doch Eliud Kiptanui war eigentlich als Tempomacher im Rennen, was er, so wie es aussah, zwischenzeitlich vergessen hatte. Hinter dem Kenianer lief nun Jaouad Gharib, der sich aus einer Gruppe gelöst hatte. Doch er hatte keine Chance, an den ,Hasen’ heranzukommen und war dadurch gezwungen, den Großteil des Rennens alleine zu laufen.

Während Kiptanui die Halbmarathonmarke nach 62:58 Minuten erreichte, folgte Gharib mit 16 Sekunden Abstand und einer guten halben Minute Vorsprung auf die Verfolgergruppe. Allmählich verringerte Gharib dann den Abstand zu Kiptanui. Doch er erreichte den Kenianer erst, als dieser nach der 30-km-Marke aus dem Rennen gegangen war. Nach 1:30:04 Stunden war Gharib an diesem Punkt. Aufgrund seines Alleinganges hatte er wohl zu viel Kraft verloren, so dass er das hohe Tempo nicht bis ins Ziel durchhalten konnte. Von hinten drohte allerdings keine Gefahr, so dass Jaouad Gharib den Fukuoka-Marathon souverän gewann. Mit 2:08:24 war der Marokkaner der einzige Läufer unter 2:10 Stunden. Überraschend wurde der Russe Dmitriy Safronov in 2:10:12 Zweiter. Auf den Rängen drei und vier folgten die Japaner Takayuki Matsumiya (2:10:54) und Chiharu Takada (2:12:44).

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Gharib siegt in Fukuoka