Das Marathonjahr 2010

Gebrselassie und Wanjiru nicht in den Top 10

Die Spitzengruppe beim Berlin-Marathon. Die schlechten Wetterbedingungen trugen mit dazu bei, dass 2010 keine Rekorde fielen.

Bild: Norbert Wilhelmi

Zwei Schwergewichte des Marathonlaufs fehlen interessanterweise in den Top 10 des Jahres. Weltrekordhalter Haile Gebrselassie lief bereits im Januar in Dubai 2:06:09 Stunden, mehr als zwei Minuten über seiner persönlichen Bestmarke. Nach dem Aus beim New-York-City-Marathon erklärte er kurzentschlossen seinen Rücktritt vom Leistungssport, hat aber inzwischen bereits wieder den Rücktritt vom Rücktritt erklärt. Und der kenianische Olympiasieger Sammy Wanjiru benötigte bei seinem Sieg in Chicago, der ihm gleichzeitig die Krone in der World-Marathon-Majors-Serie sicherte, 2:06:24 Stunden. Freilich sind das trotzdem fast unerreichbare Zeiten, wenn man nicht aus Kenia oder Äthiopien stammt. Athleten aus den beiden ostafrikanischen Läufernationen dominieren die internationale Szene scheinbar nach Belieben.

Der schnellste Läufer aus einem anderen Land ist der marokkanische Marathonveteran Jaouad Gharib. 2:06:55 Stunden, gelaufen beim London-Marathon, reichen gerade einmal für Platz 19 unter den Weltjahresbesten. Nach Nichtafrikanern muss man noch weiter unten in der Liste suchen. Iaroslav Musinschi aus Moldawien (2:08:32 in Düsseldorf), Ryan Hall aus den USA (2:08:41 in Boston) und Marilson dos Santos aus Brasilien (2:08:46 in London) heißen die drei schnellsten. Sie lieferten durchaus achtbare Zeiten. Doch gegen den offenbar unerschöpflichen Talentepool aus Ostafrika ist dieser Tage anscheinend nicht anzukommen.

Die internationale Marathonbilanz der Frauen folgt am Freitag, den 19.11.2010, es folgen dann die beiden nationalen Bilanzen über Marathon.

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