Berlin-Marathon

Gebrselassie geht Wanjiru aus dem Weg

Sammy Wanjiru startet nicht beim Berlin-Marathon. So kommt es nicht zum Duell der weltbesten Marathonläufer.

Samuel Wanjiru

Olympiasieger Samuel Wanjuri.

Bild: Victor Sailer/Photo Run

Sammy Wanjiru wird nicht beim Berlin-Marathon am 20. September an den Start gehen. Dies erklärte sein italienischer Manager Federico Rosa in Kenia. Mark Milde, der Berliner Race-Direktor, bestätigte diese jüngste Entwicklung gegenüber Race News Service. Der Marathon-Olympiasieger Sammy Wanjiru hatte bereits unmittelbar nach seinem Triumph in Peking gesagt, dass er nun gerne beim Berlin-Marathon 2009 Haile Gebrselassies Weltrekord (2:03:59 Stunden) brechen würde.

Diese Aussage wiederholte der 22-jährige kenianische Ausnahmeläufer vor kurzem erneut. Trotzdem wird es zu einem Start in Berlin nicht kommen, denn die Veranstalter verpflichteten zwischenzeitlich erneut den Titelverteidiger Haile Gebrselassie. Der Äthiopier hatte in Berlin im vergangenen Jahr seinen Weltrekord auf die aktuelle Marke verbessert.

Während Wanjiru sicherlich gerne gegen Gebrselassie laufen würde, gilt dies anders herum wohl nicht. Der Äthiopier geht seit ein paar Jahren den stärksten Konkurrenten im Marathon aus dem Weg und konzentriert sich ausschließlich auf die Rekordjagd mit entsprechenden Tempomachern. Einen wirklich hochkarätig besetzten Marathon konnte Haile Gebrselassie in seiner Karriere bis heute nicht gewinnen. Hinzu kommt, dass das Budget der Berliner nicht ausreichen dürfte, um sowohl Gebrselassie als auch Wanjiru angemessen zu finanzieren.

Nach seinem Triumph beim hochklassigen London-Marathon, den Wanjiru im April mit der Streckenrekordzeit von 2:05:09 Stunden gewann, wurde der Kenianer zunächst für den WM-Marathon nominiert. Doch auf einen Start bei den Weltmeisterschaften verzichtet Sammy Wanjiru, da der Marathon-Weltrekord sein Ziel bleibt. „Es ist richtig, dass er nicht beim WM-Marathon starten wird, aber ich kann auch bestätigen, dass er nicht beim Berlin-Marathon an den Start gehen wird“, sagte Federico Rosa. Eine entsprechende Aussage des Italieners ihm gegenüber bestätigte auch Berlins Race-Direktor Mark Milde, der Rosa zuvor bezüglich einer Startmöglichkeit kontaktiert hatte.

Federico Rosa sagte zu den neuesten Entwicklungen auch: „Wir orientieren uns auf einen späteren Top-Marathon in den USA.“ Damit könnte der Chicago-Marathon am 11. Oktober ins Gespräch kommen, der über eine ebenfalls sehr schnelle Strecke verfügt. Sollte sich Sammy Wanjiru jedoch für New York am 1. November entscheiden, müsste er das Projekt Weltrekord sicherlich verschieben. Denn die Strecke dort ist nicht geeignet für derartig schnelle Zeiten.

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