Über 13.000 Läufer erwartet

Frankfurt-Marathon setzt neue Maßstäbe mit Männer-Elitefeld

Beim Marathon in der Mainmetropole am 25. Oktober starten 15 Läufer mit Bestzeiten unter 2:09 Stunden.

Cheruiyot beim Frankfurt-Marathon

Robert Kiprono Cheruiyot kehrt als Vorjahressieger nach Frankfurt zurück.

Bild: www.photorun.net

Das Männer-Elitefeld des Commerzbank-Frankfurt-Marathons wird am 25. Oktober neue Maßstäbe setzen: Gleich 15 Läufer mit Bestzeiten von unter 2:09 Stunden wurden für das Rennen verpflichtet, das sich damit fest etabliert in der höchsten Kategorie der internationalen Straßenläufe, der IAAF Gold Label Races. Eine derartige Breite in der Spitze hat bisher kein anderer deutscher City-Marathon gesehen, auch nicht der Lauf in Berlin. Maximal ein Dutzend Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden gingen in der deutschen Hauptstadt bisher an den Start. Dennoch wird Frankfurt sicherlich nicht Berlins Rolle als hochkarätigster deutscher Marathon gefährden können. Sieben Weltrekorde sprechen für das hohe Tempo in Berlin. Doch das Rennen am Main setzt seine starke Entwicklung fort und wird sich nun als klare Nummer zwei in Deutschland etablieren. Beim Frankfurt-Marathon erwarten die Veranstalter eine Rekordzahl von bis zu 13.000 Teilnehmern, Anmeldungen sind weiterhin möglich.

Im Einzelnen sind ein Athlet mit einer Bestzeit unter 2:07 Stunden, fünf mit persönlichen Rekorden unter 2:08 Stunden und neun mit Bestzeiten unterhalb der 2:09-Stundenmarke am Start. „Wenn das Wetter mitspielt, hoffen wir auf einen neuen Streckenrekord“, sagt der Sportliche Leiter des Laufklassikers am Main, Christoph Kopp. Den Kursrekord hält seit dem vergangenen Oktober Robert Kiprono Cheruiyot aus Kenia, der mittlerweile 21-Jährige gewann seinerzeit in 2:07:21 Stunden.

Cheruiyot hat bei seiner zweiten Frankfurt-Teilnahme allerdings harte Herausforderer, auch wenn der dreimalige Sieger Wilfred Kigen aus Kenia mangels Form passen muss. Cheruiyot, der Sensationssieger des Vorjahres, trifft unter anderen auf seinen Landsmann Benjamin Kiptoo, den Rom-Sieger 2009 (Bestzeit 2:07:17), Hosea Rotich (Kenia/2:07:24), Jason Mbote (Kenia/2:07:37) und Joseph Ngolepus (Kenia/2:07:57).

Nicht unbedingt als Herausforderer, sondern auch als Trainer von Cheruiyot ist William Kiplagat beim Frankfurt Marathon dabei. Der mittlerweile 37-jährige Kenianer lief seine Bestzeit (2:06:50) vor zehn Jahren. Aufgewertet wird die hochklassige Konkurrenz zudem von einem Laufstar aus Eritrea. Yared Asmeron (Bestzeit 2:08:34) war WM-Vierter 2007 und Olympia-Achter 2008. Chancen auf eine vordere Platzierung werden auch dem aktuellen Wien-Sieger Gilbert Kirwa (Kenia/2:08:21) sowie dem Zweitplatzierten des Vorjahres, Wilson Kigen aus Kenia (2:08:16), eingeräumt. Wilson Kigen ist übrigens der Cousin des dreimaligen Frankfurt-Siegers Wilfred Kigen. In dem breiten Feld internationaler Spitzenklasse dürfte es für den europäischen Spitzenläufer Günther Weidlinger schwer werden. Der Österreicher feierte im April in Wien sein Marathondebüt in 2:12:39 Stunden.

Unter mehreren Debütanten – darunter auch Läufer, die erstmals außerhalb ihres Heimatlandes starten (so wie der Überraschungs-Sieger Cheruiyot im vergangenen Jahr) – hat einer vor kurzem gezeigt, dass er bereit ist für seinen ersten Marathon: John Kiprotich (Kenia) wurde beim Rotterdam-Halbmarathon Sechster in der Weltklassezeit von 59:23 Minuten.

Text: race-news-service.com