Sensationelle Siegerzeiten

Frankfurt besser als Berlin

Sensationelle Siegerzeiten bei Männern und Frauen machen den Frankfurt-Marathon sportlich zur deutschen Nummer 1 vor dem großen Bruder Berlin-Marathon.

Wilson Kipsang

Wilson Kipsang

Sieger des 29. Frankfurt-Marathons wurde der Kenianer Wilson Kipsang in 2:04:57 Stunden. Kipsang schob sich damit auf Platz drei der diesjährigen Weltbestenliste, noch vor den Berlin-Sieger Patrick Makau (2:05:08 h).

Als Kipsang bei Kilometer 37 das Tempo noch einmal anzog, war das Rennen in Frankfurt entschieden. Der Kenianer löste sich schnell von seinem letzten verbliebenen Konkurrenten Tadese Tola und es schien fast so, als ob der 28-jährige sogar eine Jahres-Weltbestzeit aufstellen könnte (2:04:48 h von Patrick Makau in Rotterdam am 11. April). Aber zum Schluss sicherte Kipsang in seinem erst zweiten Marathon überhaupt „nur noch“ den Sieg und wurde für diese Galavorstellung mit 95.000 Euro Prämie belohnt: 15.000 Euro für Platz eins, 75.000 Euro für eine Zeit unter 2:06 Stunden und 5.000 Euro für einen Streckenrekord (bisher 2:06:14 h Gilbert Kirwa, 2009).

Auf Platz zwei kam der eigentliche Favorit des Rennens, Paris-Marathon-Sieger Tadese Tola aus Äthiopien, der auf den letzten 5 km zwar gewaltig an Boden verlor, aber mit 2:06:31 h dennoch eine persönliche Bestzeit aufstellte. Dritter war dann wieder ein Kenianer, Elias Chelimo, der in 2:07:04 Stunden 1:11 min schneller war als ein Jahr zuvor an gleicher Stelle als Vierter.

Die Wetterbedingungen waren ideal - zum Laufen und zum Betrachten der eindrucksvollen Frankfurter Skyline.

Bild: Norbert Wilhelmi

„Die Witterungsbedingungen waren mit 14 Grad, kaum Wind und Sonnenschein mehr als ideal“ sagte Rennleiter Christoph Kopp, was sich natürlich auch auf das Frauenergebnis auswirkte. Auch hier gab es einen Streckenrekord, denn die Kenianerin Caroline Kilel verbesserte in 2:23:25 Stunden den fünf Jahre alten Rekord der Russin Alevtina Biktimirova um erstaunliche 1:47 min und war damit auch 33 Sekunden schneller als Berlin-Siegerin Aberu Kebede (2:23:58 h). Insgesamt 40.000 Euro nimmt Kilel mit nach Kenia und das gute Gefühl, „noch zwei Minuten schneller laufen zu können“, wie die 29-jährige direkt nach ihrem Zieleinlauf erklärte. Zweite wurde Dire Tune aus Äthiopien, die mit 2:23:44 h ebenfalls eine persönliche Bestzeit aufstellte und 23 Sekunden auf die Drittplatzierte Agnes Kiprop (Kenia) rettete.

Bester Deutscher unter den 12475 gemeldeten Läuferinnen und Läufern wurde erwartungsgemäß Falk Cierpinski, der aber in 2:20:44 Stunden als Gesamt-32. enttäuschte und seine eigene Jahresbestzeit von 2:13:30 h weit verfehlte. Bei den Frauen freute sich dagegen Silke Optekamp als beste Deutsche über Ihren Leistungssprung unter die 2:40-h-Marke (2:39:56 h) und Platz 12 im Gesamteinlauf der Frauen.

Und einen Weltrekord gab es auch: Die Blinde Michaela Kummer verbesserte für Ihre Handicap-Klasse in 3:11:48 h ihren eigenen Rekord um erstaunliche 9 Minuten.

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