BMW Berlin-Marathon

Florence Kiplagat dominiert das Frauenrennen

Florence Kiplagat

Florence Kiplagat gewinnt den Berlin-Marathon.

Bild: photorun.net

Im Rennen der Frauen stahl Florence Kiplagat den beiden Topstars, Paula Radcliffe (Großbritannien) und Irina Mikitenko (SC Gelnhausen), die Show. Die 24-jährige Kenianerin war nach 2:19:44 Stunden im Ziel und erreichte die zweitschnellste Zeit des Jahres weltweit, es war ihr erster Marathon, bei dem sie ins Ziel kam. Im Frühjahr hatte sie beim Boston Marathon nach 30 km aufgegeben. Auf einen hervorragenden zweiten Platz lief Irina Mikitenko, die mit 2:22:18 Stunden die drittschnellste Zeit ihrer Karriere erreichte und die schnellste seit fast zweieinhalb Jahren. Dritte wurde Weltrekordlerin Paula Radcliffe, die bei ihrem Marathon-Comeback nach einer Babypause in 2:23:46 ins Ziel lief. Gemessen an der Breite in der Spitze war das Rennen der Frauen das hochklassigste in der Geschichte des BMW BERLIN-MARATHON. Auch Atsede Habtamu (Äthiopien/2:24:25), Tatyana Petrova (Russland/2:25:01) und Anna Incerti (Italien/2:25:32) blieben noch unter 2:26 Stunden.

40.963 Läufer aus 125 Nationen hatten für den Berlin-Marathon gemeldet, eine Million Zuschauer standen an der Strecke. Der Lauf gehört zusammen mit den Rennen in London, Boston, Chicago und New York zu den World Marathon Majors (WMM).

Bei dem fast schon legendären Berlin-Marathon-Wetter (13 bis 16 Grad Celsius im Schatten, Sonne und kaum Wind) entwickelte sich von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Das Tempo und die Zwischenzeiten lagen durchweg im Bereich des Weltrekordes von Haile Gebrselassie. Sechs Tempomacher führten fünf Läufer zu einer Halbmarathon-Zeit von 61:43 Minuten. Das war 17 Sekunden schneller als geplant. Auf den nächsten sechs Kilometern folgte eine dramatische und bereits entscheidende Rennphase. Nachdem vier Tempomacher aus dem Rennen gegangen waren, konnten auch die Kenianer Edwin Kimaiyo, Emmanuel Samal und John Kyui nicht mehr mithalten.

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