Essen-Marathon 2016

Favoriten-Siege um den Baldeneysee

Der seit 1963 ohne Unterbrechung durchgeführte Essen-Marathon nahm bei seiner 54. Auflage zum ersten Mal eine 17,2-km-Seerunde mit ins Programm.

Essen-Marathon 2016 - Die Bilder
Essen-Marathon

Immer am Wasser entlang oder darüber hinweg - die Strecke des Essen-Marathons ist nicht nur schnell, sondern auch schön.

Bild: Wolfgang Steeg

Pünktlich um zehn Uhr schickte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen am Sonntag, den 9. Oktober die Läufer beim Essen-Marathon mit dem Startschuss auf die Strecke rund um den Baldeneysee. Bei der 54. Auflage der Veranstaltung gab es neben der klassischen Marathon-Distanz über 42,195 Kilometer und dem Staffel-Marathon erstmals ein 17,2-km-Lauf als Zusatz-Angebot. Der Lauf führte auf der originalen Marathonstrecke einmal um den malerischen Baldeneysee. Dieses Angebot richtete sich besonders an die vielen Freizeitsportler, die schon Erfahrung mitbrachten, sich aber noch keinen ganzen Marathon zutrauten. Mit über fünf Minuten Vorsprung sicherte sich Elias Sansar in 2:22:06 Stunden souverän den Sieg über die volle Distanz. Knapp 30 Minuten später lief auch mit Eva Offermann die erste Frau nach schnellen 2:51:59 Stunden ins Ziel.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Wolfgang Steeg beim Essen-Marathon “Rund um den Baldeneysee” 2016 vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Die 54. Austragung sollte ein schöner Herbsttag werden. Die Teilnehmer fanden gute Wetterbedingungen vor - dichte Wolken, die im Laufe des Vormittags immer wieder der Sonne Platz machten, aber kein Regen und kein Wind. Lediglich kühle sechs Grad erforderten bei einigen Läufern schon mal wärmende Handschuhe. Das Angebot der Seerunde wurde schon beim ersten Mal gut angenommen. Von gemeldeten 712 Teilnehmern kamen 561 ins Ziel. Mit 674 Finishern erreichten allerdings gegenüber den Vorjahren deutlich weniger Läufer das Marathonziel. Über 500 Staffelläufer, die ebenfalls auf dem Marathonkurs unterwegs waren, trugen aber dazu bei, dass kein Läufer ohne Gesellschaft unterwegs war.

Eine weitere Besonderheit wurde in diesem Jahr durch die Sperrung einer Straßenbrücke, der “Kampmannbrücke” in Essen-Heisingen, erforderlich. Die Streckenführung wurde in diesem Bereich geändert. Manch ein Läufer wird sich deshalb über doppelte Kilometer-Marken auf dem Asphalt gewundert haben. Die Ausweichstrecke führte am alten Bahnhof in Kupferdreh über die in den späten 1970er-Jahren stillgelegte Eisenbahnbrücke, die heute als Fußgänger- und Fahrradbrücke über den See genutzt wird. Dahinter liefen die Teilnehmer der Seerunde direkt zurück zum Ziel. Die Marathonläufer durften dort abzweigen und auf eine weitere Runde um den Baldeneysee gehen.

Klarer Favoriten-Sieg beim Essen-Marathon 2016 durch Elias Sansar

Den Vergleich im Marathon der Männer konnte in diesem Jahr Elias Sansar zum wiederholten Mal klar für sich entscheiden. Er brauchte nur 2:22:06 Stunden für die Marathon-Distanz und lief die zweite Hälfte sogar zwei Minuten schneller als die erste. Gut fünf Minuten später nach 2:27:38 Stunden folgte Daniel Schmidt als Zweiter. Mit einer Zeit von 2:30:55 Stunden belegte Maciek Miereczko den dritten Platz.

Eva Offermann schnellste Frau beim Essen-Marathon 2016

Bei den Frauen konnte Eva Offermann das Rennen klar mit einer Zeit von 2:51:59 Stunden für sich entscheiden. Sie hatte sich, begleitet von Karsten Kruck, das Rennen gut eingeteilt und konnte vor Nina Vabic einen Vorsprung von gut drei Minuten erlaufen. Die zweitplatzierte Vabic benötigte 2:55:19 Stunden. Platz drei belegte mit deutlichem Abstand Sabine Andres in einer Zeit von 3:12:51 Stunden.

Gutes Teilnehmerfeld bei der Seerunde über 17,2 Kilometer

Die Seerunde wurde erwartungsgemäß von Karaol Grunenberg in 55:24 Minuten gewonnen - allerdings dicht gefolgt von einem sehr stark laufenden Nikki Johnstone, der nur neun Sekunden mehr brauchte. Der Abstand zum drittplatzierten Fynn Schwiegelshohn, der mit 56:02 Mintuen das Ziel erreichte, war etwas deutlicher.

Die Damen-Konkurrenz lag im Ziel nah beieinander. Silke Optekamp, die in Essen in den letzten Jahren auch schon den Marathon gewinnen konnte, belegte Platz eins. Für die 17,2 Kilometer brauchte sie nur 1:08:55 Stunden. Platz zwei belegte mit 1:09:37 Stunden Katharina Wehr. Dioni Gorla erreichte mit einer Zeit von 1:11:55 Stunden den dritten Platz und konnte sich so zusammen mit ihrem Freund Nikki Johnstone über einen erfolgreichen Renntag freuen.

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