Münster-Marathon 2015

Fast 2.000 Finisher über die klassische Distanz

Rund 8.600 Läufer starteten beim 14. Münster-Marathon. Josphat Kiprono wiederholte seinen Sieg aus 2014, scheiterte aber erneut am Streckenrekord. Mit Video.

Münster-Marathon 2015 - Bilder
Münster-Marathon 2015

Ostafrikanische Läufer sorgten für ein schnelles Rennen beim Münster-Marathon. Dennoch blieb der Streckenrekord unangetastet.

Bild: Heinz Schier

Volksfestartige Stimmung herrschte bereits am Start und an allen Powerpoints an der Strecke und im Ziel bei der 14. Auflage des Münster-Marathons.

Der Fotograf Heinz Schier war für runnersworld.de beim Münster-Marathon. Seine schönsten Fotos finden Sie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Hier passte alles, wenngleich Windböen einen neuen, längst fälligen Streckenrekord verhinderten. Die Zuschauer waren in diesem Jahr trotz der morgentlichen Kälte von nur zehn Grad bereits früh am Start und an der Strecke.

Vorjahressieger Kiprono auch dieses Jahr nicht zu schlagen

Nach 2:12:16 Stunden schaffte Josphat Kiprono aus Kenia mit 18 Sekunden Vorsprung erneut den Sieg, wie auch im vergangenen Jahr. Genau die 18 Sekunden fehlten ihm im vergangenen Jahr zum Streckenrekord. Zweiter wurde erwartungsgemäß sein Landsmann Weldon Kirui vor Mekuant Ayenew Gebre aus Äthiopien, der eine Zeit von 2:12:53 Stunden benötigte. Bester Deutscher wurde Elias Sansar mit starken 2:23:30 Stunden. Damit belegte er hinter sechs Afrikanern den siebenten Platz beim Münster-Marathon 2015.

Jana Groß-Hardt läuft auf Platz drei beim Münster-Marathon 2015

Bei den Damen siegte Nancy Koech aus Kenia in einer Zeit von 2:30:23 Stunden, direkt mit dem vom Veranstalter angeheuerten 2:30 Stunden-Pacer, Roger Königs aus Belgien. Zweite wurde Abiyote Eshetu Deme aus Äthiopien in 2:37:31 Stunden. Bereits auf Platz drei lief die schnellste Deutsche ins Ziel - Jana Groß-Hardt, eine der erfolgreichen Nachwuchstalente Deutschlands. Sie verbesserte bei ihrem zweiten Marathon nach Berlin im vergangenen Jahr ihre Bestzeit um knapp zehn Minuten auf 2:40:59 Stunden und freute sich über diesen für sie bisher größten Erfolg in ihrer noch jungen "Marathon-Laufbahn". Der vierte Platz bei den Damen ging an eine Irin - Sarah Mulligan erreichte das Ziel nach 2:47:53 Stunden. Überhaupt waren noch nie so viele Europäerinnen bzw. auch deutsche Teilnehmerinnen unter 3:00 Stunden im Ziel, wie in diesem Jahr. Unter den ambitionierten Startern waren erstmals auch mehrere Läufer aus dem benachbarten Ausland: aus der Schweiz, aus Irland, aus Spanien und aus Frankreich.

Klasse Stimmung und ideale Temperaturen beim Münster-Marathon

Die Stimmung war bombastisch - auf dem Prinzipalmarkt wurden die Läuferinnen und Läufer frenetisch gefeiert - eine Anerkennung, die so manchem Teilnehmer im Ziel die Tränen in die Augen trieb, überglücklich und emotional berührt. Selbst Promi Werner Schulze Erdel war erstaunt über die vielen dankbaren Gesten der Läuferinnen und Läufer, feierten doch viele ihr Marathondebüt oder sogar eine neue persönliche Bestzeit. Denn für die Marathonläuferinnen und Läufer waren die Temperaturen ideal: trocken, bewölkt, teilweise sonnig und nur maximal 15 Grad - optimales Marathon-Wetter.



Die Zuschauer klatschten sich indessen warm, feierten, tanzten und feuerten an, auch angetrieben von den vielen Künstlergruppen, die bei den Zuschauern für gute Laune sorgten. "Das war absolut bühnenreifes Programm", so einige Zuschauer, die die hochkarätige Rollschuhartistik auf der Hauptbühne gesehen hatten. Selbst die drei Meter großen riesigen in blau gehaltenen Aliens als Stelzenläufer fingen an zu laufen - absolut ansteckend. Auch Werner Schulze Erdel, der früher einmal Halbmarathon gelaufen war, will sich die Laufschuhe wieder anziehen. Als hätte man in Münster das "Laufen" erfunden - alles stand an diesem Tag Kopf und freute sich über die "Marathon-Verrückten" und über die vielen Staffelläufer und Kinder.

Sinkende Finisher-Zahlen beim Marathon

Einziger Wehrmutstropfen: trotz der riesigen Stimmung und der hohen Anerkennung für diesen Lauf sank die Finisherzahl auf unter 2000 - sehr zum Leidwesen des ehrenamtlich tätigen Organisationsteams, das mit elf Vereinsmitgliedern und wenig hauptamtlicher Unterstützung, 15 Monate an der Vorbereitung dieses Events arbeitet. Auch medizintechnisch war der Lauf erfolgreich. Es gab nur halb so viel Versorgungen an der Strecke, wie im vergangenen Jahr. Die Rettungsdienste hatten einen entspannten Marathon-Sonntag.

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