Marathonfrühjahr 2010

Europäer laufen hinterher

Der Dominanz der Kenianer und Äthiopier hatten die europäischen Läufer wenig entgegenzusetzen.

Der Moldawier Iaroslav Musinschi gewann den Düsseldorf in Streckenrekordzeit.

Der Moldawier Iaroslav Musinschi gewann den Düsseldorf-Marathon in Streckenrekordzeit.

Bild: Norbert Wilhelmi

Wie schon seit vielen Jahren wird die Weltjahresbestenliste von den Laufassen aus Ostafrika bestimmt. Der schnellste Europäer ist Iaroslav Musinschi aus Moldawien, der den Düsseldorf-Marathon in 2:08:32 Stunden gewann. Damit steht er in Europa deutlich vor den beiden Polen Henryk Szost (2:10:27) und Adam Draczynski (2:10:49) sowie dem Niederländer Koen Raymaekers (2:11:09), weltweit allerdings nur auf Platz 33. Außer Musinschi blieben nur noch zwei weitere nicht in Afrika geborenen Läufer unter 2:10 Stunden. Der US-Amerikaner Ryan Hall belegte in Boston mit 2:08:41 Stunden den vierten Platz und der Südkoreaner Youngjun Ji wurde im heimischen Daegu in 2:09:31 Stunden Zweiter.

Und selbst dagegen nehmen sich die Leistungen der Läufer aus deutschsprachigen Ländern in diesem Jahr recht bescheiden aus. Der österreichische Rekordhalter Günther Weidlinger kämpfte sich in Wien von Wadenproblemen geplagt zu einer Zeit von 2:14:05 Stunden. Für den besten Deutschen, Falk Cierpinski, reichte es beim Düsseldorf-Marathon wegen Magenproblemen gar nur zu 2:17:18 Stunden. Und dem Schweizer Meister Tarcis Ançay genügten beim Zürich-Marathon 2:20:53 Stunden, um die Führung in der eidgenössischen Jahresbestenliste zu übernehmen. Der Schweizer Rekordhalter Viktor Röthlin ist nach zwei überstandenen Lungenembolien im letzten Jahr noch nicht bereit für einen Marathon und bangt noch um die Teilnahme an der Europameisterschaft in Barcelona.

Die schnellsten Marathonläufer im Frühjahr 2010
2:04:48 Patrick Makau Musyoki (KEN) am 11. April in Rotterdam
2:04:55 Geoffrey Kiprono Mutai (KEN) am 11. April in Rotterdam
2:05:13 Vincent Kipruto (KEN) am 11. April in Rotterdam
2:05:19 Tsegay Kebede (ETH) am 25. April in London
2:05:23 Feyisa Lilesa (ETH) am 11. April in Rotterdam
2:05:39 Eliud Kiptanui (KEN) am 9. Mai in Prag
2:05:52 Robert Kiprono Cheruiyot (KEN) am 19. April in Boston
2:06:09 Haile Gebrselassie (ETH) am 22. Januar in Dubai
2:06:23 Emmanuel Kipchirchir Mutai (KEN) am 25. April in London
2:06:33 Chala Dechase (ETH) am 22. Januar in Dubai
2:06:41 Tadese Tola (ETH) am 11. April in Paris
2:06:46 Eshetu Wendimu (ETH) am 22. Januar in Dubai
2:06:49 Sylvester Kimeli Teimet (KEN) am 21. März in Seoul
2:06:55 Jaouad Gharib (MAR) am 25. April in London
2:06:59 Gilbert Kipruto Kirwa (KEN) am 21. März in Seoul

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Spektakuläre Leistungen weltweit