Kenia

Emmanuel Mutai rückt ins Marathon-Olympia-Team

Kenias Funktionäre übergehen Weltrekordler Makau erneut: Emmanuel Mutai rückt ins Marathon-Olympia-Team

Patrick Makau und Geoffrey Mutai

Frei für einen City-Marathon im Herbst: Patrick Makau und Geoffrey Mutai - hier nach dem Berlin-Marathon 2010, den Makau knapp vor seinem Landsmann gewann - wurden von Kenias Funktionären für Olympia endgültig ausgebootet. Sie werden nun bei einem Herbstmarathon starten.

Bild: photorun.net

Auch die Kritik von Superstar Paul Tergat hat nichts genutzt. Tergat, einer der erfolgreichsten Langstreckler aller Zeiten, hatte sich vor kurzem für die Olympianominierung von Marathon-Weltrekordler Patrick Makau stark gemacht. Der Kenianer war in Berlin im vergangenen Jahr 2:03:38 Stunden gelaufen und hatte im direkten Duell der äthiopischen Legende Haile Gebrselassie den prestigeträchtigen Weltrekord entrissen. Entgegen ersten Aussagen nominierten Kenias Leichtathletik-Funktionäre jedoch drei andere Läufer – Wilson Kipsang, Abel Kirui und Moses Mosop. Letzterer musste nun aufgrund von Achillesbeschwerden passen. Doch die Gelegenheit, jetzt den Weltrekordler doch noch zu nominieren, ließen die Funktionäre erneut aus.

Weder Patrick Makau noch Geoffrey Mutai, der im vergangenen Jahr die Rennen von Boston und New York gewonnen hatte, wurden berücksichtigt. Stattdessen legten sich die Funktionäre auf Emmanuel Mutai fest, der im vergangenen Jahr nach einem Sieg beim London-Marathon die World Marathon Majors (WMM)-Wertung gewonnen hatte. In London wurde er im April jedoch nur Siebenter.

Auch einen Ersatzläufer haben die Kenianer inzwischen nominiert: Stanley Biwott, der im April den Paris-Marathon mit 2:05:11 Stunden gewonnen hatte. Kenias Leichtathletik-Verbandspräsident Isaiah Kiplagat gab eine merkwürdige Begründung ab für das Übergehen der beiden wohl stärksten Marathonläufer der Welt: Man habe vom jeweiligen Management keine Erklärung dafür bekommen, warum die Läufer in diesem Jahr beim Boston-Marathon (Mutai) und in London (Makau) vorzeitig aus dem Rennen gingen. Beide Manager, Gerard van de Veen (Mutai) und Zane Branson (Makau), beziehungsweise auch die Athleten hatten öffentlich erklärt, dass sie aufgrund von Muskelverletzungen kein Risiko eingehen wollten und daher mit Blick auf Olympia aus dem Rennen gingen.

Während es schade ist für den olympischen Marathon, bei dem nun der zweimalige Frankfurt-Marathon-Sieger Wilson Kipsang als Gold-Favorit einzustufen ist, dass Patrick Makau und Geoffrey Mutai fehlen, können sich zwei Herbst-Marathonveranstalter mit schnellen Strecken sicherlich bald freuen. Denn die beiden Läufer werden nun mit Topzeiten beweisen wollen, dass diese Nominierung eine Fehlentscheidung war. Berlin, Chicago oder auch Frankfurt haben sicherlich gute Karten, wenn es um eine Verpflichtung der beiden Superstars geht.

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