Münster-Marathon

Eleni Gebrehiwot läuft unter 2:30 Stunden

Eleni Gebrehiwot läuft als Siegerin des Münster-Marathons unter 2:30 Stunden, das bedeutet Platz zwei in der deutschen Jahresbestenliste.

Eleni Gebrehiwot

Eleni Gebrehiwot siegte beim Münster-Marathon.

Bild: Wenning / marathonfoto.tv

Eleni Gebrehiwot hat beim Münster-Marathon zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Zeit unter 2:30 Stunden über die klassische Distanz erreicht. Die 30-jährige Läuferin lief die erste Hälfte in Münster in 1:15:02 und konnte dann auf dem zweiten Teil noch zulegen (1:14:11). Eleni Gebrehiwot, die für den TV Wattenscheid startet, gewann das Rennen mit deutlichem Vorsprung in 2:29:13 Stunden.

Dank der fantastischen Marathonzeit in Münster rückt Gebrehiwot in der deutschen Jahresbestenliste 2013 bis auf Rang zwei nach vorne. Mit 2:26:41 Stunden führt Irina Mikitenko (Eintracht Frankfurt) diese Liste klar an. Gebrehiwot ist erst die zweite deutsche Läuferin, die in diesem Jahr unter 2:30 blieb. Ihre bisherige Marathon-Bestzeit stand bei 2:32:31 Stunden, die sie 2010 als Vierte in Carpi (Italien) gelaufen war.

Die aus Äthiopien stammende Läuferin, die im Mai bereits Deutsche Meisterin über 10.000 m war, will künftig für Deutschland starten. Sollte sie im nächsten Jahr als Deutsche startberechtigt sein, wäre ihre Zeit aus Münster sicherlich gut genug, um die Norm für die Europameisterschaften zu unterbieten. Die Richtwerte stehen zwar noch nicht fest, werden aber bestimmt nicht unter 2:30 Stunden liegen.

Zweite wurde in Münster die Kenianerin Joan Rotich, die an der Halbmarathonmarke vier Sekunden Rückstand auf Eleni Gebrehiwot hatte. Im Ziel war Rotich dann nach 2:33:57. Dritte wurde Frashia Waithaka (Kenia/2:35:51).

Im Männerrennen war der Streckenrekord von 2010 nie in Gefahr. Dieser ist mit 2:10:25 allerdings schon sehr ambitioniert. Der Kenianer Evans Taiget gewann das Mänerrennen in 2:15:56 vor seinem Landsmann Joel Kositany (2:16:44). Dritter wurde Yuko Matsumiya (Japan) mit 2:17:58.

Zuerst sah es noch so aus, als müssten der gesamte Marathon im Regen stattfinden. Von den 2.850 gemeldeten Läufern waren deshalb auch nur 2.166 an den Start gegangen. Um 11 Uhr lies der Regen aber nach und es wurde sogar noch sonnig. Die Stimmung am Rande der Strecke war ausgelassen. Die Zuschauer klatschen und rasselten um die Wette - der Empfang im Ziel mündete in grenzenlosem Jubel. Der Münster-Marathon 2013 hat Lust auf nächstes jahr gemacht. Schon am Abend gingen gut 50 Anmeldung für den Münster-Marathon 2014 ein.