Auswertung von 1.031 Läufer-Daten

Einzigartige Datenanalyse vom Berlin-Marathon

Strava hat die Leistung von 1.031 Läufern beim Berlin-Marathon 2014 analysiert. So konnte zum Beispiel der durchschnittlich langsamste Kilometer ermitteln werden.

Berlin-Marathon 2014 - Die Bilder
Strava Berlin Start

Wenn man auf die Siegessäule zurennt, hat man noch fast die gesamte Marathon-Distanz vor sich.

Bild: Strava / Antton Miettinen

Strava, die globale Gemeinschaft aus Sportlern, hat den Rennverlauf von insgesamt 1.031 Läufern beim letztjährigen Berlin-Marathon analysiert und ausgewertet. Die Daten stammen aus den Uploads der Läufer auf die Strava-Plattform. So konnten mehrere hunderttausend GPS-Datenpunkte entlang der Rennstrecke zur Analyse herangezogen werden.

Der durchschnittlich langsamste Kilometer

Vergleicht man die Split-Zeiten über die gesamte Länge des Rennens, ist Kilometer 39 der langsamste Kilometer mit einer Durchschnittszeit von 6:01 Minuten. Diese Split-Zeit ist genau 46 Sekunden langsamer als der gelaufene Durchschnitts-Kilometer über die gesamte Strecke. Die Differenz der Kilometer-Zeiten zwischen dem schnellsten Kilometer (16) von 4:38 Minuten und dem langsamsten Kilometer (39) von 6:01 Minuten macht nahezu 30 Prozent aus.

Der erste Kilometer ist doch nicht der schnellste

Der erste Kilometer liegt mit 5:07 Minuten nur leicht unter dem Durchschnitts-Tempo und ist damit zusammen mit Kilometer sieben und acht nur der sechstschnellste Kilometer.

Strava hat die Leistung von 1.031 Läufern beim letztjährigen Berlin-Marathon analysiert. Daraus ergeben sich spannende Erkenntnisse.

Bild: Strava / Antton Miettinen

Die zweite Hälfte ist die langsamere

Die langsamsten Split-Zeiten wurden, wie zu erwarten, auf der zweiten Hälfte des Marathons gelaufen. Während der zweite Kilometer mit durchschnittlich 5:25 Minuten der langsamste im ersten Halbmarathon ist, liegen gleich 14 Zeiten auf dem zweiten Halbmarathon über dieser Zeit. Die vier Langsamsten liegen allesamt jenseits der 35-Kilometer-Marke – dort, wo der Marathon bekanntermaßen erst beginnt. Im Vergleich zu den vier schnellsten Split-Zeiten, die im Durchschnitt bei 4:52 liegen, schlagen die vier langsamsten Kilometer (38, 39, 40, 42) mit durchschnittlich 5:56 Minuten zu Buche. Das bedeutet also eine große Differenz von 64 Sekunden.

Ältere Läufer schneller als jüngere

Eine weitere interessante Einsicht konnte aus der Analyse der verschiedenen Altersgruppen gewonnen werden. Strava-Mitglieder der Altersklassen 30 bis 39 und 40 bis 49 Jahre waren schneller unterwegs als die jüngere Vergleichsgruppe: 3:41:48 Stunden und 3:43:38 Stunden waren die Durchschnittszeiten für die Gruppen der älteren Läufer, die 20- bis 29-Jährigen laufen nach durchschnittlich 3:48:16 Stunden ins Ziel. Daraus ergeben sich ein Durchschnittstempo von circa 5:10 min/km für die älteren und 5:19 min/km für die jüngeren Läufer.

Welche Nation ist am schnellsten?

Berlin gilt als der schnellste Marathonkurs der Welt. Uploads aus 59 verschiedenen Nationen finden sich in der Datenbank. Daraus stellten die Schweizer die schnellsten Läufer mit einer Durchschnittszeit von 3:24 Stunden. Gefolgt von den Norwegern und Spaniern, die sich Platz zwei mit 3:32 Stunden teilen. Dicht gefolgt von den französischen Läufern, mit nur zwei Minuten Abstand und 3:34 Stunden. Die deutschen Läufer rangieren auf Platz sieben mit 3:58 Stunden.

Unterschiedliche Endzeiten bei Männern und Frauen

Basierend auf den Uploads konnte eine durchschnittliche Endzeit von 3:45:48 Stunden berechnet werden. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern beträgt im Ziel 32 Minuten: Männer erreichen das Brandenburger Tor im Durchschnitt nach 3:41:40 Stunden, Frauen benötigen hingegen 4:41:27 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Strava-User lag beim letztjährigen Marathon in Berlin bei 5:15 Minuten pro Kilometer. Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Läufern lag bei 45 Sekunden pro Kilometer.

Über Strava

Strava hat mehrere Millionen Mitglieder und registriert pro Woche über 100.000 Neuzugänge im globalen Netzwerk. Die Uploads der Mitglieder kombiniert mit der GPS-Technologie ermöglicht diese neue und einzigartige Datenanalyse für Veranstaltungen wie den Berlin-Marathon.

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