Chicago-Marathon 2016

Ein Rennen ohne Tempomacher

Eine superschnelle Strecke, aber keine Tempomacher - kann Dennis Kimetto beim Chicago-Marathon am 9. Oktober 2016 an alte Erfolge anknüpfen?

JP Morgan Challenge Chicago 2012: 15 Fotos

Florence Kiplagat geht in Neu Delhi als Favoritin ins Rennen.

Florence Kiplagat ist die Titelverteidigerin in Chicago.

Bild: photorun.net

Der Chicago-Marathon produzierte im Laufe seiner Geschichte immer wieder hochklassige Siegzeiten. Doch diese Phase gehört wohl zumindest zurzeit der Vergangenheit an. Wie schon 2015 verzichten die Veranstalter auch in diesem Jahr auf den Einsatz von Tempomachern und verschenken damit ihren großen Vorteil, der das Rennen international bekannt gemacht hat: die sehr schnelle Strecke dürfte auch am 9. Oktober nicht optimal ausgenutzt werden. Zwar wurde mit Dennis Kimetto der aktuelle Welt- und Streckenrekordler verpflichtet, doch der Kenianer war schon seit längerer Zeit nicht mehr in der Form früherer Jahre. 2014 war er in Berlin 2:02:57 Stunden gelaufen. Auffällig ist beim bisher veröffentlichten Elitefeld, dass einige Athleten darunter sind, die ihren Zenit längst überschritten haben. Dazu gehören der ehemalige Chicago-Sieger Tsegaye Kebede (Äthipien/Bestzeit: 2:04:38) oder auch der zweimalige Marathon-Weltmeister Abel Kirui (Kenia/2:05:04). Immerhin kehrt Titelverteidiger Dickson Chumba (Kenia/2:04:32) zurück, dem im vergangenen Jahr 2:09:25 zum Sieg reichten. Bei den Frauen geht die Vorjahressiegerin ebenfalls wieder an den Start: Florence Kiplagat ist nach dem derzeitigen Stand die große Favoritin. Die kenianische Halbmarathon-Weltrekordlerin trifft unter anderen auf die Äthiopierin Atsede Baysa.

Daten und Fakten

Abbott World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: ca. 45.000
Anmeldungen noch möglich: nein
Internet: www.chicagomarathon.com
Siegprämie: 100.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 550.000 Dollar
Streckenrekorde:
2:03:45 – Dennis Kimetto (KEN)
2:17:18 – Paula Radcliffe (GBR)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer:
Dennis Kimetto (KEN/2:02:57), Dickson Chumba (KEN/2:04:32), Tsegaye Kebede (ETH/2:04:38), Abel Kirui (KEN/2:05:04), Micah Kogo (KEN/2:06:56), Gideon Kipketer (KEN/2:08:14), Koji Gokaya (JPN/2:09:21), Takuya Fukatsu (JPN/2:09:31), Luke Puskedra (USA/2:10:24).
Frauen:
Florence Kiplagat (KEN/2:19:44), Atsede Baysa (ETH/2:22:03), Valentine Kipketer (KEN/2:23:02), Gulume Chala (ETH/2:23:12), Serena Burla (USA/2:28:01), Freya Ross (GBR/2:28:10).