New York Marathon

Edna Kiplagat siegte

New York Marathon

Edna Kiplagat feiert den größten Sieg ihrer Karriere.

Bild: www.photorun.net

Die Frauen-Eliteläuferinnen rennen in New York stets ihr eigenes Rennen, indem sie 35 Minuten früher als das große Feld starten. Sehr lange Zeit blieb dieses Mal eine große Zahl von Athletinnen in der Führungsgruppe zusammen, was allerdings auch am langsamen Anfangstempo lag. Erst nach 35:57 Minuten waren die ersten 10 km gelaufen – ein Tempo, das auf eine Endzeit von rund 2:32 Stunden hinführt. Danach wurde es etwas schneller und die Halbmarathonmarke war nach 1:15:44 erreicht.

Doch keine der Favoritinnen forcierte in der Folge ernsthaft das Tempo, was vielleicht auch daran lag, dass zwei hoch eingeschätzte Läuferinnen ihr Debüt auf der schweren, welligen Strecke liefen: Mary Keitany (Kenia), die 25-km-Weltrekordlerin und Halbmarathon-Weltmeisterin von 2009, hielt sich ebenso zurück wie die 10.000-m-Olympiadritte von Peking 2008, Shalane Flanagan (USA). Noch acht Kilometer vor dem Ziel waren zehn Läuferinnen in der Spitzengruppe, was sehr ungewöhnlich ist im Marathon. In der Zwischenzeit war Shalane Flanagan allerdings immer wieder ganz vorne zu sehen und an der 35-km-Marke machte dann Mary Keitany Tempo. Die Kenianerin riss damit die Führungsgruppe auseinander, doch Flanagan und Edna Kiplagat wurde sie nicht los. Vier Kilometer lief dieses Trio gemeinsam an der Spitze, dann verlor Shalane Flanagan den Anschluss.

Kurz vor Kilometer 40 fiel dann überraschend die Entscheidung zugunsten von Edna Kiplagat. Die Kenianerin setzte sich von ihrer völlig entkräfteten Landsfrau ab und siegte in 2:28:20. Mary Keitany fiel schließlich noch auf Rang drei hinter Shalane Flanagan (2:28:40) zurück und musste sich bei ihrem Marathondebüt mit 2:29:01 zufrieden geben. Eine flachere Strecke wäre der 25-km-Weltrekordlerin vielleicht mehr entgegen gekommen. Die nächsten Plätze gingen an nicht-afrikanische Läuferinnen: Inga Abitova (Russland/2:29:17) wurde Vierte vor Kim Smith (Neuseeland/2:29:28), Christelle Daunay (Frankreich/2:29:29) und Ludmila Petrova (Russland/2:29:41). Titelverteidigerin Derartu Tulu (Äthiopien) kam nicht über Rang 14 in 2:32:46 hinaus und die Boston-Siegerin des vergangenen Jahres, Salina Kosgei (Kenia), belegte Platz 16 mit 2:34:14.

„Das Tempo war lange Zeit ein bisschen langsam. Nach 32 Kilometern wurde es etwas schneller. Als ich dann zwei Meilen vor dem Ziel antrat, merkte ich, dass ich mich lösen kann“, sagte Edna Kiplagat, die in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Erfolgen bei großen US-Straßenläufen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Im Marathon spielt sie allerdings erst seit diesem Jahr eine Rolle. Im Frühjahr gewann sie in Los Angeles mit 2:25:38 Stunden. Jetzt lief sie zum größten Erfolg ihrer Karriere, für den sie 135.000 Dollar kassierte.

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