Wie es dem RUNNER'S-WORLD-Team erging

Dreieinigkeit

RUNNER'S WORLD startete beim Jerusalem-Marathon mit einem Dreier-Team aus Jüdin, Moslem und Christ unter dem Motto "DREI RELIGIONEN, EIN GOTT".

RUNNER'S-WORLD-Team

Das RUNNER'S WORLD Team "DREI RELIGIONEN, EIN GOTT" mit (v.l.n.r.) Ridvan Yesiltepe, Tereza Elsnerova und RUNNER'S-WORLD-Chefredakteur Frank Hofmann.

Bild: Martin Paldan

Keine andere Stadt ist so religiös aufgeladen und gleichzeitig so vehemt umkämpft wie Jerusalem. Sie gilt den drei großen monotheistischen Religionen – und damit zwei Milliarden Menschen weltweit – als heilig: den Juden, weil hier ihre zentrale Kultstätte stand, den Christen wegen des Ostergeschehens und den Moslems, weil Mohammed vom Tempelberg aus in den Himmel geritten sein soll.

Die wechselvolle Geschichte der Stadt zählt seit der Eroberung Davids um 1.000 v. Chr. rund 40 Kriege. Stets wurden die Unterschiede der Religionen betont, selten die Gemeinsamkeiten. Einen winzigen Beitrag in die versöhnliche Richtung sollte das RUNNER'S-WORLD-Team "DREI RELIGIONEN, EIN GOTT" sein, das beim Jerusalem-Marathon mit auffälligen T-Shirts an den Start ging: Tereza Elsnerova, 31, jüdische Ärztin aus Nürnberg, Ridvan Yesiltepe, 48, moslemischer Informatiker aus Hamburg, und RUNNER'S-WORLD-Chefredakteur Frank Hofmann, 48, als Christ. Alle drei finishten, Jüdin und Christ sogar gemeinsam, und sammelten dabei so viele Komplimente wie noch nie: "I love your shirt", "The best idea ever, ever, ever", "You are so right" sind nur einige Beispiele. In zahlreichen Fotodokumentationen wurde das Team verewigt, Medien berichteten darüber deutschlandweit.

Den Wunsch des Jerusalemer Bürgermeisters Nir Barkat kurz nach dem Bombenattentat, jeder Läufer möge "ein Botschafter des Friedens" sein, konnte das Drei-Religionen-Team so ein kleines Stück erfüllen ...

Zur Vertiefung des religiösen Aspekts dieses Marathons siehe auch den Laufblog von Frank Hofmann: www.spirituelles-laufen.de/spiritueller-laufblog

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Streckenführung mit Hindernissen