Boston-Marathon 2011

Dramatik und Begeisterung in Boston

Der traditionelle Boston-Marathon verspricht Begeisterung, Dramatik und eine 150.000-Dollar-Siegprämie. Vorjahressieger Cheruiyot ist favorisiert.

Kara Goucher

Kara Goucher, hier beim Boston-Marathon 2009, wo die US-Amerikanerin Platz drei erreichte, startet auch am Montag wieder in Boston.

Bild: photorun.net

Der dritte Montag im April ist traditionell der Tag des Boston-Marathons. Der älteste City-Marathonlauf der Welt, der seine Premiere 1897 hatte – im Jahr nach der olympischen Marathon-Premiere von Athen 1896 –, wird zum 115. Mal gestartet. Der Boston-Marathon ist neben dem Rennen in Athen, das aber sportlich zurzeit keine so große Bedeutung hat, der Klassiker schlechthin im Marathonlauf. Tradition, Begeisterung und Dramatik prägen das Rennen, das vom Vorort Hopkinton nach Boston führt. Die Punkt-zu-Punkt-Strecke hat es in sich. Trotz des insgesamt abfallenden Kurses ist sie schwer zu laufen, denn auf dem Weg zum Ziel müssen die Läufer über mehrere Hügel Rennen, darunter der berüchtigte Heartbreak Hill rund 10 Kilometer vor dem Ziel. Die Hügel haben meist entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Rennens, das von rund einer halben Million begeisterten Zuschauern am Straßenrand verfolgt wird.

Dass trotz der anspruchsvollen Strecke der Kenianer Robert Kiprono Cheruiyot im vergangenen Jahr in Boston eine Zeit von unter 2:06 Stunden erreichte, galt als Sensation. Nach 2:05:52 war Cheruiyot 2010 im Ziel. Am Montag geht er als Favorit ins Rennen um die 150.000-Dollar-Siegprämie. Bei keinem anderen Marathon im Frühjahr gibt es ein höheres Preisgeld für die Sieger.

Doch die Konkurrenz ist hart für Robert Kiprono Cheruiyot, der 2008 als Nobody sensationell den Frankfurt-Marathon gewonnen hatte und sich seitdem in der Marathon-Weltelite etabliert hat. Zu seinen Konkurrenten zählen ein halbes Dutzend Läufer, die bereits Zeiten unter 2:07 Stunden erreichten. Neben dem schnellsten Mann im Feld, Geoffrey Mutai (Kenia/2:04:55), sind dies Ryan Hall (USA/2:06:17), Gilbert Yegon (2:06:18), Evans Cheruiyot (beide Kenia/2:06:25), Tadese Tola (Äthiopien/2:06:31) und Sylvester Teimet (Kenia/2:06:49). Weitere sieben Athleten gehen mit Bestzeiten von unter 2:08 ins Rennen.

Spannung verspricht auch das Frauenrennen in Boston, denn auch hier geht ein breit besetztes Spitzenfeld an den Start. Inwieweit die frühere Marathon-Weltrekordlerin und mehrfache Boston-Siegerin Catherine Ndereba noch eine Rolle spielen kann, bleibt abzuwarten. Die 38-jährige Afrika-Rekordhalterin hat eine Bestzeit von 2:18:47 Stunden, war zuletzt allerdings nicht mehr in Topform. Zehn Läuferinnen mit persönlichen Rekorden von unter 2:24 Stunden gehen am Montag ins Rennen. Darunter ist auch die Titelverteidigerin Teyba Erkesso (Äthiopien/2:23:53). Gleich 22 Athletinnen des Bostoner Elitefeldes können Bestzeiten von unter 2:30 aufweisen.

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