Todesrisiko Marathon?

Diagnose Herzmuskelentzündung

Wie kann man eine Herzmuskelentzündung erkennen?

Läuft der Tod mit?

Bild: Matt Mahurin

Der mehrfache deutsche 800-Meter-Meister René Herms verstarb am 10. Januar an den Folgen einer durch ­Viren ausgelösten Herzmuskel­entzündung, die ein plötzliches Herzversagen verursachte. Der überraschende Tod des 26-Jährigen lässt nun viele Freizeitläufer bange fragen: Wie kann man eine Herzmuskel­entzündung erkennen?
„Zu Beginn der Erkrankung klagen viele Betroffene über eine allgemeine Schwäche mit rascher Ermüdbarkeit, Gewichts­verlust und Gliederschmerzen, gelegentlich auch Herzstolpern, Herzrasen oder ein Stechen im Brustkorb.

Im weiteren Verlauf können Kurzatmigkeit und Schwellung der Beine hinzukommen“, erklärt der Kardiologe Prof. Udo Sechtem. „Sie sollten unbedingt ­einen Arzt aufsuchen, wenn Sie infolge eines Infekts wiederkehrendes Herzklopfen, Herzstolpern, Herzrasen oder ein Druck- und Wundgefühl im Herzbereich spüren.“

Bei Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung kann der Arzt im Elektrokardiogramm oft Veränderungen des Herzrhythmus erkennen. Die Blutuntersuchung kann neben allgemeinen Hinweisen auf ­eine entzündliche Erkrankung erhöhte Werte von herzmuskelspezifischen Substanzen aufzeigen, die aus dem geschä­digten Herzmuskel ins Blut
gelangen. In vielen Fällen kann man auch das krankheits­auslösende Virus und/oder Autoantikörper im Blut nach­weisen, die sich gegen körpereigene Strukturen richten, in diesem Fall den Herzmuskel.

Weiterlesen

Seite 11 von 11
Zurück zur ersten Seite:
Wie gefährlich ist Marathonlaufen?