Streckenrekord

Der Rennverlauf der Männer

Anders als vor zwei Jahren war es dem Äthiopier Tsegaye Kebede gelungen auf den finalen Kilometern das Tempo hoch zu halten und so den Sieg einzufahren.

Tsegaye Kebede  beim Chicago-Marathon

Tsegaye Kebede brach in Chicago den Streckenrekord.

Bild: photorun.net

In Chicago herrschten insgesamt gute, trockene Wetterbedingungen. Bei anfangs kühlen Temperaturen von 5 Grad Celsius und phasenweise leichtem Wind erreichte eine große Spitzengruppe mit 15 Läufern die Halbmarathonmarke nach 62:54 Minuten. Nachdem die Tempomacher dann aus dem Rennen gegangen waren, war es Tsegaye Kebede, der sich an die Spitze setzte und für Tempo sorgte. Bei Kilometer 30 (1:29:03 Stunden) waren noch neun Läufer hinter dem Äthiopier, der das Tempo unverändert hoch hielt. Fünf Kilometer später konnten nur noch drei Konkurrenten folgen: Hinter Tsegaye Kebede liefen Tilahun Regassa, Sammy Kitwara und Feyisa Lilesa. Schließlich entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Kebede und Lilesa. Die beiden passierten die 40-km-Marke nach 1:58:02 Stunden und hatten bereits einen Vorsprung von 24 Sekunden.

Es war zwei Jahre her, als Tsegaye Kebede diesen Punkt gemeinsam mit dem zwischenzeitlich verstorbenen Olympiasieger Sammy Wanjiru in Führung liegend passiert hatte. Am Ende gewann der Kenianer. Dieses Mal wollte sich Tsegaye Kebede den Sieg nicht ein zweites Mal kurz vor dem Ziel nehmen lassen. Auf der letzten Meile beschleunigte er dann deutlich und ließ Feyisa Lilesa klar hinter sich. In 2:04:38 war er schließlich noch 14 Sekunden vor seinem Landsmann im Ziel. Damit ist er die zweite Hälfte des Rennens in 61:44 Minuten gelaufen – ein Tempo, das gut genug wäre, um den Weltrekord zu brechen.

„Vor zwei Jahren konnte ich mit Sammy Wanjiru nicht mithalten am Ende – es war mein Ziel in diesem Jahr (dass mir das nicht wieder passiert, d.Red.)“, erklärte Tsegaye Kebede und fügte hinzu: „2:04 Stunden zu laufen, das war mein Traum!“ Die Bestzeit des 25-Jährigen hatte vor Chicago bei 2:05:18 Stunden gestanden. Diese war der Olympia-Dritte von 2008 bei seinem Sieg in Fukuoka 2009 gelaufen. 2010 gewann Tsegaye Kebede dann den London-Marathon und war nur eine Sekunde langsamer (2:05:19) als zuvor in Japan. In diesem Jahr belegte er einen beachtlichen dritten Platz beim London-Marathon (2:06:52), jedoch reichte diese Leistung nicht für eine Olympia-Nominierung.

Weiterlesen

Seite 2 von 3
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Atsede Baysa gewinnt Frauenrennen