Sabrina Mockenhaupt im Interview

Der Marathon Hamburg ist eine Herzensangelegenheit für Mocki

Sabrina Mockenhaupt startet am kommenden Sonntag beim Marathon Hamburg 2015. Vorab spricht sie im Interview über ihre Vorbereitung auf den Marathon Hamburg und den Traum von Olympia 2016.

Hamburg-Marathon 2014 - Die Fotos
Sabrina Mockenhaupt

Sabrina Mockenhaupt startet beim Hamburg-Marathon 2015.

Bild: Daniel Eilers

Sabrina Mockenhaupt wird am kommenden Sonntag in Hamburg zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren wieder einen Marathon in Deutschland laufen. Im Sommer 2014 ging die 34-jährige Läuferin der LG Sieg beim Europameisterschafts-Marathon in Zürich aufgrund einer Verletzung vorzeitig aus dem Rennen.

Davor hatte sie im November 2013 mit einem siebten Platz beim New York-Marathon überzeugt. Ihre Marathon-Bestzeit von 2:26:21 Stunden lief sie 2010 in Berlin. Vor ihrem Start beim Hamburg-Marathon 2015 am 26. April sprach Sabrina Mockenhaupt im Interview über ihre Erwartungen vom Lauf und die weiteren Ziele ihrer Marathon-Karriere, wie etwa die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016.

Wie ist das Gefühl, zum ersten Mal seit Frankfurt 2011 wieder bei einem deutschen Marathon an den Start zu gehen?

Sabrina Mockenhaupt: Ich freue mich unheimlich in Hamburg an den Start zu gehen. Es ist schon etwas Besonderes einen „deutschen Marathon“ zu laufen und speziell Hamburg ist irgendwie eine Herzensangelegenheit. Ich habe die Rennen früher im Fernsehen verfolgt und zudem hat der Marathon den Mockenhaupts bislang oft Glück gebracht. Meine Mama wurde in den neunziger Jahren einmal Dritte, mein Vater ist hier die aktuell gültige Familienbestzeit von 2:24:59 Stunden gelaufen – und mein Zwillingsbruder Markus 2013 seine persönliche Marathonbestzeit. Die Anzeichen sind zumindest einmal vielversprechend.

Nach einem misslungenen New York-Halbmarathon im März haben Sie sich mit einem zweiten Platz beim Halbmarathon in Paderborn zurückgemeldet - wie ist die Form jetzt?

Sabrina Mockenhaupt: Der Osterlauf in Paderborn war in der Tat eine wichtige Bestätigung für mich und ein Signal, doch nicht ganz auf dem falschen Weg zu sein. Die gelaufene Zeit dort und vor allem auch der Rennverlauf haben mein mittelmäßiges Abschneiden in New York ein Stück weit kompensiert. Die Form ist gut, aber es ist noch keine Topform. In den vergangenen fünf Monaten konnte ich zwar konsequent arbeiten, eine dreiwöchige hartnäckige Erkältung hat mich aber in meinen Planungen ein bisschen zurückgeworfen, so dass ich aktuell nicht ganz da bin, wo ich eigentlich sein wollte.

Mit welchen Erwartungen beziehungsweise Zielen gehen Sie ins Rennen hinsichtlich der Platzierung und der Zeit?

Sabrina Mockenhaupt: Man muss einen Marathon mit dem nötigen Respekt angehen, übertriebene Erwartungshaltung ist oft kontraproduktiv und deshalb mache ich mir weder in Richtung der Zeit noch der Platzierung zu großen Druck. Ich möchte versuchen, die zweite Hälfte schneller als die erste zu laufen und den Marathon mit einem guten Gefühl zu beenden. Dann wird auch das Ergebnis stimmen.

Planen Sie einen Start bei der WM in Peking – und wenn ja, über welche Distanz?

Sabrina Mockenhaupt: Das steht noch nicht ganz fest – das wird sich aber in den kommenden Wochen entscheiden. Nach Hamburg setze ich mich mit meinem Team und dem Bundestrainer zusammen und dann wird die zweite Jahreshälfte geplant.

Wollen Sie bei den Olympischen Spielen in Rio gerne Marathon laufen und haben Sie für diesen Fall die Norm schon im Blick, die voraussichtlich zwischen 2:28:30 und 2:29:00 Stunden liegen wird?

Sabrina Mockenhaupt: Ja, darauf arbeite ich hin. Der Marathon in Rio ist mein großes Ziel. Die Norm dafür wird sich in diesem Zeitraum bewegen. Daher hat man die immer irgendwie im Blick und ich hoffe, mich frühzeitig bei einem Herbst-Marathon dieses Jahr für Rio zu empfehlen beziehungsweise dann schon so weit zu sein, eine Duftmarke zu setzen und im Idealfall das Ticket zu lösen.

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