London-Marathon 2014

Der hochklassigste Marathon des Jahres 2014

Der hochklassigste Marathon dieses Jahres findet in London statt. Beim Virgin Money London-Marathon stehen die Stars gleich reihenweise am Start in Greenwich. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 36.000 Teilnehmern.

Emmanuel Mutai

Emmanuel Mutai ist der Londoner Streckenrekordler. Er gehört am Sonntag erneut zu den Favoriten.

Bild: photorun.net

Wer am 13. April 2014 vor den Toren des Buckingham Palastes als Sieger ins Ziel läuft, darf sich wie eine Weltmeister fühlen. Der hochklassigste Marathon dieses Jahres findet in London statt. Beim Virgin Money London-Marathon stehen die Stars gleich reihenweise am Start in Greenwich. Mit rund 36.000 Teilnehmern rechnen die Veranstalter dieses Rennens, das zu den World Marathon Majors (WMM) gehört. Nachfolgend lesen Sie den ersten einer zweiteiligen Vorschau, die sich mit dem Männerrennen befasst.

Es kommt bei den Männern zum Duell zwischen dem Weltrekordler Wilson Kipsang und dem schnellsten Marathonläufer aller Zeiten, Geoffrey Mutai. Kipsang, der in London auch Buchmacher-Favorit ist, gewann im vergangenen Jahr den Berlin-Marathon mit der offiziellen Weltrekordzeit von 2:03:23. Sein kenianischer Landsmann Mutai triumphierte in Boston 2011 in sensationellen 2:03:02 Stunden. Da die US-Strecke nicht rekordkonform ist, wird diese Zeit nicht als Rekord geführt.

Der Olympiasieger und Weltmeister Steven Kiprotich (Uganda), dessen Bestzeit bisher mit 2:07:20 noch längst nicht sein wahres Vermögen widerspiegelt, der Londoner Kursrekordler Emmanuel Mutai (Kenia/Bestzeit: 2:03:52), der das Rennen vor drei Jahren mit 2:04:40 gewann, sowie zwei Äthiopier – Ayele Abshero (2:04:23) und Tsegaye Mekonnen, der im Januar den Dubai-Marathon mit einem inoffiziellen Junioren-Weltrekord von 2:04:32 gewann – müssen ebenfalls zum engsten Kreis der Favoriten gezählt werden. Sechs Läufer gehen mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden an den Start, sechs weitere blieben bisher unter 2:08.

London-Marathon 2013 - Bilder

Jeilan läuft gegen Farah beim London-Marathon 2014

Es wird zudem spannend zu sehen, welche Rollen die beiden großen Debütanten spielen können: Der Äthiopier Ibrahim Jeilan gewann 2011 den 10.000-m-WM-Titel knapp vor Mo Farah. Der Brite wurde ein Jahr später Doppel-Olympiasieger über 5.000 und 10.000 m. Diese zwei Goldmedaillen gewann Farah auch 2013 bei der WM. Jetzt läuft er in seiner Heimatstadt London sein Debüt.

Geoffrey Mutai hat bereits die World Marathon Majors-Rennen von Boston, Berlin und New York gewonnen. „Boston und New York waren sehr hart, was die Strecke anging. In London ist das Feld extrem stark besetzt. Aber ich will versuchen, auch hier zu gewinnen“, sagte der Kenianer im Rahmen einer Pressekonferenz in London. „Ich denke, wir müssen schnell laufen. Wenn wir zu langsam sind, kann am Ende jeder gewinnen. Laufen wir schnell, gewinnt einer, der wirklich sehr stark in Form ist.“ Als Tempomacher wird unter anderen der frühere Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59) fungieren. „Ich wollte unbedingt bei diesem außergewöhnlich stark besetzten Rennen dabei sein. Es ist vielleicht der bestbesetzte Marathon aller Zeiten“, sagte Gebrselassie.

Mo Farahs Ziel beim London-Marathon: britischer Rekord

Für Mo Farah ist bei seinem Debüt der britische Rekord von Steve Jones das erste Ziel. Als Farah 1985 zwei Jahre alt war, lief der Waliser in Chicago jene 2:07:13, die seitdem als nationaler Rekord stehen. „Das Hauptziel ist diese Rekordzeit, und dann sehen wir, was darüber hinaus noch geht. Es ist ein extrem starkes Feld“, sagte Mo Farah, der scherzhaft meinte: „Ich danke David Bedford (der für das Elitefeld in London zuständig ist, d. Red.) dafür, dass er es mir so leicht gemacht hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass ich meine Marathonkarriere auf schwierigste Art und Weise beginne.“ Farah, der im März beim New York-Halbmarathon nach einem Sturz noch Zweiter wurde, dann aber im Ziel einen Zusammenbruch erlitt, erklärte, dass er im Training insgesamt das erreicht habe, was er sich vorgenommen habe. „Es gab ein paar Hindernisse in der Vorbereitung, aber das gehört dazu. Insgesamt lief es ganz gut. Ich glaube, es ist ein langer Weg vom Bahn- zum Straßenläufer“, sagte Mo Farah, der sich am vergangenen Sonntag das Marathon-Debüt von Kenenisa Bekele im Fernsehen anschaute. Der Äthiopier – wie Farah Doppel-Olympiasieger über die Langstrecken – gewann den Paris-Marathon in hochklassigen 2:05:04 Stunden. „Sein Rennen macht mir Mut. Ich denke, wenn Bekele so schnell laufen kann, gibt es keinen Grund, warum ich das nicht auch können sollte.“

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