Berlin-Marathon 2014

Dennis Kimetto: "Weltrekord ist möglich für mich"

Dennis Kimetto will beim Berlin-Marathon einen neuen Weltrekord aufstellen. Neben dem 30-jährigen Kenianer werden 40.000 Läufer beim Hauptstadt-Marathon erwartet.

Die Top-Fotos vom Berlin-Marathon 2013
Emmanuel Mutai, Geoffrey Kamworor, Tsegaye Kebede, Dennis Kimetto

Bereit für ein superschnelles Rennen in Berlin sind Emmanuel Mutai, Geoffrey Kamworor, Tsegaye Kebede und Dennis Kimetto.

Bild: photorun.net

Dennis Kimetto ist bereit für eine Weltrekordjagd am Sonntag beim Berlin-Marathon. „Ich bin fit. Und wenn das Wetter passt und wenn die Tempomacher gute Arbeit machen, dann ist der Weltrekord möglich für mich“, erklärte der 30-jährige Kenianer im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag. Die Bestmarke hatte sein Landsmann Wilson Kipsang vor einem Jahr in Berlin aufgestellt. Der Kenianer lief damals 2:03:23 Stunden. Genau 40.004 Läufer aus 130 Nationen haben sich für den größten deutschen Marathonlauf angemeldet, der am Sonntag um 8.45 Uhr gestartet wird. Das Rennen, das zu den World Marathon Majors (WMM) gehört, wird ab 8.30 Uhr im RBB beziehungsweise ab 8.35 Uhr auch in der ARD übertragen.

„Wenn ich nach Berlin komme, fühle ich mich wohl“, sagte Dennis Kimetto, der in der deutschen Hauptstadt vor zwei Jahren auch ein glänzendes Marathondebüt lief. Nur einen Schritt hinter dem Sieger wurde er Zweiter in 2:04:16 Stunden – die schnellste je von einem Debütanten auf einer rekordkonformen Strecke erzielte Zeit. Vor einem Jahr steigerte sich Kimetto als Sieger des Chicago-Marathons auf 2:03:45 Stunden und lag damit nur 22 Sekunden über dem Weltrekord.

Einen Weltrekord ist Dennis Kimetto in Berlin bereits gelaufen: Vor gut zwei Jahren gewann er die Big 25 Berlin und stellte mit 1:11:18 Stunden einen 25-km-Weltrekord auf, der bis heute unerreicht ist. In diesem Jahr lief es bisher noch nicht so gut für den Tokio- und Chicago-Marathon-Sieger aus 2013. Kimetto stieg beim Boston-Marathon im April aufgrund eines Muskelproblems im Oberschenkel aus. Bei einem Halbmarathon im tschechischen Olomouc kam er dann im Juni nicht über Rang drei hinaus und hatte in dieser Zeit nochmals Probleme mit dem Oberschenkel. Doch jetzt ist Dennis Kimetto fit und fühlt sich bereit für eine Weltrekordjagd.

Kimettos schärfste Konkurrenten beim Berlin-Marathon

Zu seinen schärfsten Konkurrenten zählen Emmanuel Mutai (Kenia), Tsegaye Kebede (Äthiopien) und Geoffrey Kamworor (Kenia), doch auch sein Trainingspartner Frankline Chepkwony (Kenia) soll in sehr guter Form sein.

In Chicago hatte Emmanuel Mutai vor einem Jahr lediglich sieben Sekunden Rückstand auf Kimetto. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:03:52 wurde der inzwischen 29-Jährige Zweiter. Jetzt kommt es in Berlin am Sonntag zu einem neuen Aufeinandertreffen der beiden. „Ich wollte unbedingt einmal auf der schnellen Strecke von Berlin laufen. Ich habe das Rennen mehrmals im Fernsehen gesehen, unter anderem bei den Weltrekorden von Haile Gebrselassie“, sagte Emmanuel Mutai.

Mit Geoffrey Kamworor ist ein weiterer Kenianer am Start, der ganz vorne dabei sein kann. Der erst 22-Jährige startet bereits zum dritten Mal in Folge beim Berlin-Marathon. Vor zwei Jahren stellte er bei seinem Marathondebüt mit 2:06:12 als Dritter seine Bestzeit auf. 2013 war er erneut Dritter. Am Sonntag geht Kamworor als Halbmarathon-Weltmeister ins Rennen. Diesen Titel gewann er im Frühjahr in Kopenhagen. „Berlin ist für mich wie ein Zuhause. Nach meinem WM-Sieg bin ich sehr optimistisch für den Marathon. Mein Ziel ist es immer, zu gewinnen“, sagte Geoffrey Kamworor.

Aus Äthiopien kommt Tsegaye Kebede. Der 27-Jährige gehört zu den konstantesten Marathonläufern der Welt. 18 Mal startete er über die 42,195 km, 15 Mal kam er unter die ersten Drei. Ebenso wie Kimetto und Mutai erzielte auch Kebede seine Bestzeit in Chicago. Vor zwei Jahren gewann er dort in 2:04:38. „Als Haile Gebrselassie hier in Berlin gelaufen ist, habe ich mir gesagt, da will ich eines Tages auch Marathon laufen. Haile hat mir von Berlin erzählt“, sagte Kebede während der Pressekonferenz am Freitag. Der Äthiopier glaubt, dass es möglich ist, in Berlin am Sonntag Weltrekord zu laufen. „Es geht darum, so schnell wie möglich zu rennen“, sagte Kebede, der im vergangenen Jahr auch die World Marathon Majors-Serie 2012-2013 gewonnen hatte. In der aktuellen WMM-Serie 2013-2014 führt Kebede ebenfalls.

Die Eliteläufer beim Berlin-Marathon und ihre Bestzeiten:

Dennis Kimetto KEN 2:03:45
Emmanuel Mutai KEN 2:03:52
Tsegaye Kebede ETH 2:04:38
Levy Matebo KEN 2:05:16
Eliud Kiptanui KEN 2:05:39
Frankline Chepkwony KEN 2:06:11
Geoffrey Kamworor KEN 2:06:12
Kazuhiro Maeda JPN 2:08:00
Ryo Yamamoto JPN 2:08:44
Maswai Kiptanui KEN 2:08:52
Abera Kuma ETH 2:09:53
Scott Overall GBR 2:10:55
Kazuki Tomaru JPN 2:11:43
Fernando Cabada USA 2:11:53
Falk Cierpinski SG Spergau 2:13:30
Andrew Lemoncello GBR 2:13:40
John Gilbert GBR 2:16:46
Markus Weiß-Latzko Rechberghausen 2:18:06

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