Hillary Yego gewinnt

Debütant überrascht beim Athen-Marathon

Der 31. Athen-Marathon endete mit einer Überraschung: Der international noch unbekannte Marathon-Debütant Hillary Yego siegte in 2:13:50.

 Ein Debütant überrascht beim Athen-Marathon Artikel

Debütant Hillary Yego siegt überraschend beim Athen-Marathon.

Bild: Nick Gomolis / ACM

Marathonrennen produzieren immer wieder Überraschungen. Besonders auf einem Kurs wie jenem in Athen sind Voraussagen schwierig. Das beweist auch die jüngere Geschichte: 2004 hätte bei den Olympischen Spielen wohl kaum einer mit den Marathonsiegern Stefano Baldini (Italien) und Mizuki Noguchi (Japan) gerechnet. Am 10. November 2013 machten es der harte Kurs und ungünstige Wetterbedingungen erneut sehr schwierig für die Läufer.

Nur während der ersten paar Kilometer waren die Wetterbedingungen mit rund 15 Grad Celsius noch gut für die Läufer. Dann kam die Sonne durch, es wurde deutlich wärmer und später auch schwül. Eine 10-km-Zwischenzeit von 31:01 Minuten lief zunächst auf die avisierte Zeit von unter 2:11 Stunden hinaus. Es war das Ziel von Titelverteidiger und Veranstaltungs-Rekordler Raymond Bett, der vor einem Jahr 2:11:35 gelaufen war, den Kursrekord von Olympiasieger Baldini zu brechen. Doch diese Marke von 2:10:55 geriet bald darauf außer Reichweite.

Eine zehnköpfige Spitzengruppe erreichte die Halbmarathonmarke nach 66:48 Minuten. Keine vier Kilometer später war der Titelverteidiger Bett aus dem Rennen. Magenprobleme hatten den Kenianer gestoppt. Auf dem Weg zum höchsten Punkt der Strecke bei 32,5 km fielen weitere Läufer aus der ersten Gruppe. Drei Läufer lagen gemeinsam vorne, als es nach Athen hinunter ging: Hillary Yego, Dickson Cheruiyot und David Rutoh. Letzterer verlor dann fünf Kilometer vor dem Ziel den Kontakt, Yego setzte sich schließlich kurz vor der 40-km-Marke ab und überquerte in 2:13:50 als Erster die Ziellinie. Auf den Plätzen folgten Cheruiout in 2:14:40 und Rutoh und in 2:14:47.

“Dies war mein erster Marathon. Und das ist natürlich eine perfekte Premiere für mich. Die Strecke war hart, aber ich bin glücklich“, sagte der 27-jährige Sieger Hillary Yego, der aus Eldoret kommt und dort unter anderen mit den erfahrenen Marathonläufern Wilson Kibet und Sammy Kitwara trainiert. „Sie haben mir gute Ratschläge gegeben beim Training und für das Rennen.“

Im Gegensatz zu den Männern gab es bei den Frauen zu keiner Zeit eine Führungsgruppe. Vom Start weg begann Joan Rotich damit, einen großen Vorsprung herauszulaufen. Nach 15 km (54:10 Minuten) lag sie bereits knapp 2:30 Minuten vor Svitlana Stanko. Doch in den Hügeln bekam auch Rotich Probleme, so dass Stanko aufholte. Die Ukrainerin konnte die Lücke jedoch nicht mehr ganz schließen. Im Ziel lag sie mit einer Endzeit von 2:42:03 noch 25 Sekunden hinter der Kenianerin, die in 2:41:38 gewann.

„Ich hatte gehofft, 2:32 Stunden zu laufen und lag bis zur 15-km-Marke auf Kurs. Doch dann wurde es hart in den Hügeln“, sagte die 25-jährige Rotich, die eine persönliche Bestzeit von 2:33:56 hat. „Der Athen-Marathon ist ein besonderes Rennen aufgrund der Historie. Deswegen bin ich froh, dass ich gewonnen habe. Es war ein großartiges Gefühl, in das alte Olympiastadion einzulaufen.“

Für die Original-Marathonstrecke von 1896, die von dem Ort Marathon über die Hügel nach Athen führt und dort im Panathinaikon Stadion endet, hatten über 11.000 Läufer gemeldet.

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