Herausragende Marathonläufer

Das sensationellste Marathondebüt aller Zeiten

Unglaubliche 2:03:06 Stunden lief Moses Mosop bei seinem Marathondebüt in Boston. Beim Chicago-Marathon im Herbst will er den Weltrekord.

Moses Mosop

Moses Mosop beim Boston-Marathon im April.

Bild: www.photorun.net

Moses Mosop lief im April das sensationellste Marathondebüt aller Zeiten. Der 25-jährige Kenianer lieferte sich in Boston ein grandioses Duell mit Geoffrey Mutai und musste sich am Ende seinem Landsmann nur um vier Sekunden geschlagen geben. Mit unglaublichen 2:03:06 Stunden stürmte er ins Ziel und wurde auf Anhieb zum zweitschnellsten Marathonläufer aller Zeiten.

Dass die Zeiten der beiden Kenianer keinen Eingang in die offiziellen Bestenlisten finden – der Kurs in Boston erfüllt aufgrund der insgesamt abfallenden Punkt-zu-Punkt-Strecke nicht die Kriterien, die für die Anerkennung von Rekorden nötig sind –, schmälert dabei nicht ihre Leistungen. Sie waren fast eine Minute schneller als Haile Gebrselassie (Äthiopien) bei seinem Weltrekord in Berlin 2008 (2:03:59). Sicherlich half der Rückenwind in Boston im April, doch der Kurs ist aufgrund diverser Hügel alles andere als einfach.

Dass Moses Mosop auf dieser Strecke bei seinem Debüt 2:03:06 laufen konnte, ist eine wirkliche Sensation. Wenn er im Oktober bei seinem zweiten Marathon in Chicago gute Wetterbedingungen hat und wieder in Topform ist, müsste er in der Lage sein, auf der rekordtauglichen Strecke die Bestzeit von Haile Gebrselassie zu unterbieten.

Moses Mosop hat eine außergewöhnliche Grundschnelligkeit und ist zudem auch ein hervorragender Crossläufer. Beides hat sicherlich – ganz ähnlich wie bei Geoffrey Mutai – entscheidend dazu beigetragen, dass er in Boston so schnell laufen konnte. Und trotz der Fabelzeit will er sich mit diesem persönlichen Rekord nicht zufrieden geben. „Ich war natürlich sehr zufrieden mit meiner Leistung in Boston, vor allem weil es mein Marathondebüt war. Aber in Chicago will ich im Oktober schneller laufen als in Boston. Ich denke, 2:02 Stunden könnten möglich sein. Ich fühle mich stark im Training und freue mich auf den Chicago-Marathon“, sagte Moses Mosop. Der internationale Marathonlauf könnte einen stürmischen Herbst erleben.

„Nach dem Boston-Marathon war Moses sehr, sehr motiviert. Ich musste ihn etwas abkühlen lassen“, erzählte sein Trainer Renato Canova. Der Italiener, der unter anderen den 3.000-m-Hindernisläufer Saif Saaeed Shaheen (Katar/früher Kenia) zum Weltrekord geführt hat, traut Moses Mosop zu, in der Zukunft unter 2:03 Stunden zu laufen. „Ich glaube, viele Athleten, die heute Marathon laufen, haben andere Voraussetzungen als in früheren Jahren. Sie haben eine hervorragende Grundschnelligkeit. Deswegen sehen wir so viele hochklassige Zeiten im Marathon“, sagte Renato Canova.

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