Schwächere Zeiten bei den Männern

Das Marathon-Jahr 2015: Die Bilanz

Der Berlin-Marathon hat seinen Ruf als schnellster Lauf der Welt bestätigt. Die Sieger sind auch die Weltbesten 2015: Eliud Kipchoge mit 2:04:00 und Gladys Cherono mit 2:19:25.

Berlin-Marathon 2015

Schnellster Lauf der Welt über 42,195 km: der Berlin-Marathon.

Bild: Norbert Wilhelmi

Eliud Kipchoge war der Marathonläufer des Jahres 2015. Daran gab es keinen Zweifel, und so wurde der Kenianer auch im November in Athen von der Association of International Marathons and Distance Races (AIMS) als Marathonläufer des Jahres ausgezeichnet.

Die besten Zeiten im Jahr 2015 waren aber nicht ganz so schnell wie noch 2014 und 2013. Und auch die Breite in der Spitze war etwas schwächer als zuvor. Anders sieht es bei den Frauen aus. Hier gab es schnellere Zeiten als noch in den Jahren 2013 und 2014, wenn man nur die Ergebnisse von rekordkonformen Strecken zugrunde legt.

Die deutschen Männer setzten ihren erfolgreichen Trend aus dem Jahr 2014 fort. Dass Arne Gabius in Frankfurt mit 2:08:33 Stunden den 27 Jahre alten Rekord von Jörg Peter gebrochen hat, das hätte noch vor 15 Monaten sicher niemand für möglich gehalten. Dagegen sieht es am Anfang des Olympiajahres bei den Frauen nicht so gut aus. Nur eine deutsche Läuferin erzielte 2015 eine Zeit unter 2:30 Stunden, die Olympianorm hat noch keine unterboten.

Sehr gut stehen weiterhin die deutschen Top-Laufveranstalter bezüglich der spitzensportlichen Leistungen da. Der Berlin-Marathon hat seine Position als schnellster Lauf der Welt einmal mehr bestätigt. Die beiden Sieger sind jeweils auch die Jahresweltbesten: Eliud Kipchoge lief 2:04:00, seine Landsfrau Gladys Cherono 2:19:25. In der Liste der schnellsten Marathonrennen der Welt führt Berlin bei den Männern klar und liegt bei den Frauen auf Rang zwei. Noch ein zweiter deutscher Marathon ist in den Top Ten: Frankfurt hielt bei den Männern Platz sieben und verbesserte sich bei den Frauen sogar von Rang acht auf Platz sechs. Gemessen an dieser Liste, hat kein anderes Land in der Welt zwei so schnelle Marathonrennen.

Ob die Statistiken in den nächsten Wochen gegebenenfalls geändert werden müssen, bleibt abzuwarten. Die internationale Anti-Doping-Agentur WADA will dann einen weiteren Bericht vorlegen. Im Jahr 2015 gab es zwei prominente Dopingfälle, die den Marathon betrafen: Die Russin Mariya Konovalova, die als Zweite des japanischen Nagoya-Marathons mit 2:22:27 Stunden den Master-Weltrekord (Altersklasse ab 40 Jahre) von Irina Mikitenko gebrochen hatte, und die Ukrainerin Tetyana Gamera-Shmyrko, die nach einem fünften Platz bei Olympia 2012 dreimal in Folge den Osaka-Marathon gewann.

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