Training

Das Knie, die Achillessehne oder die Hüfte schmerzen

Ein kleines Zwicken und Zerren nach wochenlangem Training ist normal und kein Grund zur Panik.

Countdown ohne Fehlermeldung

Als Läufer sollte man ein Gespür dafür entwickeln, welche Schmerzen ernst zu nehmen sind.

Bild: Mickey Duzyj

In den letzten Vorbereitungswochen, wenn die Belastungen sich summie­ren, ist es ganz normal, dass es an allen Ecken des Körpers zu zwicken und zu zerren be­ginnt. Man braucht nicht jedes Wehwehchen auf die Goldwaage zu legen. Vielmehr sollte man ein Gespür dafür entwickeln, welche Schmerzen ernst zu nehmen und welche vernachlässigbar sind.

Da auch Weltklasseläufer vor solchen Beschwerden nicht gefeit sind, hat Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini fol­gende vier Grundregeln aufgestellt: 1. Alle orthopädischen Beschwerden, die die unte­ren Extremitäten betreffen, sind grundsätzlich ernster zu nehmen als alles, was oberhalb des Beckens zwickt. 2. Lediglich Beschwerden, die öfter als zweimal auftreten, verdienen eine nähere Betrachtung. 3. Schmerzen, die ausschließlich nach dem Training auftreten, aber nie währenddessen, sind nicht relevant. 4. Solange Schmerzen beim Laufen erträglich sind und den Laufstil nicht beeinträchtigen, darf man damit weitertrainieren.

Mancher Mediziner mag beim Lesen dieser Regeln die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn am gesündesten ist es ohne Frage, bei Schmerzen gar nicht zu laufen. Wenn gar nichts hilft und die Beschwerden derart zunehmen, dass sie bei jedem Laufschritt spürbar sind, dann müssen Sie das Training natürlich reduzieren, klassi­sche Maßnahmen wie Kühlen und Massieren ergreifen sowie einen Sportarzt rekrutieren. Wenn Sie wieder fit sind, dann bedenken Sie, dass Sie nicht die komplette Vorbereitung verpasst haben, sondern nur einen Teil derselben, weshalb eine Teilnahme am Wettkampf mit einem korrigierten Zeitziel durchaus möglich sein sollte.

Weiterlesen

Seite 3 von 4
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Sie sind einfach nur total gestresst und müde