Irina Mikitenko

Das Höhentraining in St. Moritz

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko.

Bild: photorun.net

Was genau war das Problem, das Sie in London zur Aufgabe zwang und seit wann konnten Sie wieder richtig trainieren?

Irina Mikitenko: Ich litt in London unter einer Knochenhautentzündung und einer Reizung am Muskelansatz im linken Unterschenkel. Es hat danach lange gedauert, bis ich wieder unter voller Belastung trainieren konnte. Besonders das Tempotraining war schwierig. Aber seit ich im Juli mit der Marathonvorbereitung begonnen habe, ist alles wieder in Ordnung. Um derartige Probleme möglichst zu vermeiden, habe ich viele Kräftigungsübungen für die Wadenmuskulatur gemacht.

Sie waren im Juli in St. Moritz und trainierten zuletzt erneut dort in der Höhe. Wie lange waren Sie insgesamt dort und wie waren die Bedingungen?

Irina Mikitenko: Im Juli habe ich mit der Vorbereitung auf den Chicago-Marathon angefangen und war drei Wochen in St. Moritz. Damals hatten wir sehr gute Bedingungen. Zuletzt war es leider sehr kalt – nachts teilweise null Grad und morgens bei meiner ersten Trainingseinheit dann nur fünf Grad – und zudem nass. Aber ich trainiere gerne in St. Moritz und habe mich immer in der Höhe vorbereitet. Daher wollte ich darauf trotz des ungünstigen Wetters nicht verzichten. Durch die Erkältung und den Trainingsausfall blieben wir länger in St. Moritz, so dass am Ende wieder rund drei Trainingswochen zusammen gekommen sind.

Wie lassen sich diese Trainingslager mit der Familie koordinieren? Findet der Sommerurlaub in St. Moritz statt?

Irina Mikitenko: Ja, das ist wirklich so. Seit 1999 fahren wir nach St. Moritz. Unser Sohn kann sich einen Sommer ohne St. Moritz gar nicht mehr vorstellen. Die Kinder haben hier ihren Spaß und sie machen auch viel Sport. Zum Teil passt unser Sohn aber auch auf seine kleine Schwester auf während ich trainiere und mein Mann mich begleitet. Manchmal laufe ich die Einheiten auch alleine, aber dann weiß ich, dass die Familie auf mich wartet und das ist ein gutes Gefühl. Wenn ich einen trainingsfreien Nachmittag habe, dann gehen wir zusammen wandern oder schwimmen. Auf Berge klettere ich nicht, aber das macht mein Mann mit unserem Sohn. Manchmal fahren sie auch alle drei Fahrrad und begleiten mich beim Training.

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