Top-Verpflichtungen

Das Elitefeld für den Frankfurt-Marathon nimmt Form an

Die Rekordzahl von 14.000 Marathonläufern und spannende Duelle werden für den Frankfurt-Marathon 2009 versprochen.

Frankfurt Marathon 2009

Der Wien-Marathon-Sieger Gilbert Kirwa läuft seinen zweiten Marathon am 25. Oktober in Frankfurt.

Bild: Photorun

Knapp acht Wochen vor dem Commerzbank Frankfurt-Marathon nimmt das Elitefeld sehr konkrete Formen an. Und nach Lage der Dinge wird sich am 25. Oktober das bislang stärkste Elitefeld in der 28-jährigen Geschichte des ältesten deutschen Stadtmarathons vor dem Messeturm versammeln. Auf dem schnellen Kurs in der deutschen Finanzmetropole kommt es zum Topduell zwischen dem Streckenrekordhalter Robert K. Cheruiyot (2:07:21 Stunden / 2008) und seinem kenianischen Landsmann Wilfred Kigen, dem Frankfurt-Sieger der Jahre 2005 bis 2007. Zudem will der Österreicher Günther Weidlinger den 23 Jahre alten Landesrekord von Gerhard Hartmann (2:12:22) brechen. „Unmittelbar vor der WM in Berlin haben wir noch fünf weitere Kenianer verpflichtet, die das Potenzial haben, in den Bereich von Cheruiyot und Kigen zu laufen“, sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp.

So gibt Gilbert Kirwa seinen Einstand in Frankfurt. Der 23-Jährige hat am 19. April den Wien-Marathon bei nicht optimalen Bedingungen in persönlicher Bestzeit von 2:08:21 Stunden gewonnen – und das bei seinem Marathondebüt. Noch schneller ist der „Hausrekord“ von Jason Mbote. Der 32-Jährige kam im vergangenen Jahr beim Seoul-Marathon als Zweiter nach 2:07:37 Stunden ins Ziel. Mbote hat gute Erfahrungen gemacht in Frankfurt, vor vier Jahren belegte er hinter Kigen den zweiten Rang. Sogar Bestzeit auf dem Frankfurter Asphalt lief Stephen Kiogora im Vorjahr, als Dritter mit 2:08:24 Stunden. Ein weiteres Highlight in der Karriere des 32-Jährigen war sein zweiter Platz in New York 2006. Auch der vorjährige Zweite in Frankfurt, Wilson Kigen (2:08:16), hat erneut seine Startzusage gegeben. Somit sind die drei Bestplatzierten von 2008 – Cheruiyot, Kigen und Kiogora – am 25. Oktober 2009 wieder am Start. „Das dokumentiert natürlich eindrucksvoll die internationale Wertigkeit der Veranstaltung“, sagt Kopp. Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat den Commerzbank Frankfurt-Marathon zum ersten Mal in die höchste Straßenlauf-Kategorie „Gold Label“ eingestuft.

Die fünfte aktuelle Neuverpflichtung für das Topfeld der Männer ist William Kiplagat. Für den WM-Achten von 2007 weist die Statistik eine Bestzeit von 2:06:50 Stunden auf, der 37-jährige Routinier ist somit nicht nur der älteste sondern auch der Top-Läufer mit der schnellsten Vorgabe.

Das Rennen am 25. Oktober wird also wieder ganz im Zeichen der kenianischen Stars stehen. Kigen will nach zwei schwächeren Rennen (New York 2008, Düsseldorf 2009) wieder zurück zu alter Klasse und wird wohl unter seinem persönlichen Rekord von 2:07:33 Stunden (Hamburg 2007) bleiben müssen, um in Frankfurt ein viertes Mal zu gewinnen. Cheruiyot überraschte im Vorjahr selbst die Experten mit seinem sensationellen Marathondebüt, dem er im Frühjahr 2009 den
fünften Rang beim legendären Boston-Marathon folgen ließ. Mit 21 Jahren ist er dreizehn Jahre jünger als Kigen. „Auf den Zweikampf Cheruiyot gegen Kigen freue ich mich schon jetzt“, sagt der Frankfurter Renndirektor Jo Schindler.

Die Läufernation Kenia dürfte auch das Frauenrennen beim Commerzbank Frankfurt-Marathon dominieren, und auch hier wackelt der Streckenrekord, der von der Russin Alevtina Biktimirova (2:25:12) gehalten wird. Erste Sieganwärterin ist derzeit Rose Cheruiyot, die Viertplatzierte des vorjährigen Dubai-Marathons in 2:25.48 Stunden. Wiederum Vierte wurde Cheruiyot dann im September 2008 in Berlin. Sechs Jahre jünger, nämlich 27, ist ihre Landsfrau Ruth Wanjiru, die Siebtplatzierte des diesjährigen Osaka-Marathons mit einer persönlichen Bestzeit von 2:27:38 Stunden. „Wir werden in den nächsten Wochen noch weitere Topläufer unter Vertrag nehmen. Und dabei ist dann sicher noch die eine oder andere Überraschung“, sagt Kopp.

Die Veranstalter rechnen mit einer Rekordzahl von 13.000 bis 14.000 Läufern.