Amsterdam-Marathon 2016

Daniel Wanjiru knackt Streckenrekord beim Amsterdam-Marathon 2016

Bei seinem ersten Marathonsieg knackte Daniel Wanjiru den Streckenrekord in Amsterdam. Hamburg-Siegerin Meselech Melkamu triumphierte auch in Amsterdam.

Daniel Wanjiru gewann den Marathon in Amsterdam 2016 in Streckenrekordzeit

Daniel Wanjiru gewann den Marathon in Amsterdam in der Streckenrekordzeit von 2:05:21 Stunden.

Bild: Karel Delvoye / Orange Pictures

Daniel Wanjiru sorgte mit einem Streckenrekord für die hochklassigste Leistung beim Amsterdam-Marathon am 16. Oktober 2016. Der 24-jährige Kenianer gewann das Rennen in 2:05:21 Stunden und verbesserte die alte Marke um 15 Sekunden. Das ist die zehntschnellste Zeit über die 42,195 km in diesem Jahr in der Welt und eine deutliche Steigerung seiner Bestzeit. In einem starken Männerrennen blieben noch drei weitere Kenianer unter 2:06 Stunden. Sammy Kitwara wurde Zweiter in 2:05:45 vor Marius Kimutai (2:05:47) und Laban Korir (2:05:54). Nur ein Marathonrennen hat in diesem Jahr bezogen auf die Breite der Spitze Amsterdams Ergebnisse noch übertroffen: In Dubai blieben fünf Läufer unter 2:06 Stunden.

Hamburg-Siegerin Meselech Melkamu klare Siegerin in Amsterdam

Schnellste Frau war bei guten aber teilweise windigen Wetterbedingungen Meselech Melkamu. Die 31-jährige Äthiopierin, die im Frühjahr bereits den Hamburg-Marathon 2016 gewonnen hatte, lief 2:23:21 Stunden und hatte einen deutlichen Vorsprung vor ihrer Landsfrau Abebech Afework, die nach 2:24:27 Stunden im Ziel war. Dritte beim Amsterdam-Marathon wurde Eunice Chumba (Bahrain) mit 2:25:00 Stunden. Als Vierte folgte mit Priscah Jeptoo (Kenia/2:25:57) jene Läuferin, die neben Meselech Melkamu als große Favoritin galt.

„Ich war gut vorbereitet und nach meinen Trainingsleistungen hat mich meine Zeit heute nicht überrascht“, erklärte Daniel Wanjiru, der erstmals einen Marathon gewann. Obwohl er „nur“ mit einer Bestzeit von 2:08:18 Stunden ins Rennen gegangen war, hatte er sein starkes Potenzial über kürzere Strecken bereits angedeutet. So gewann er in diesem Frühjahr den Prag-Halbmarathon in hochklassigen 59:20 Minuten.

Während der dreimalige Sieger des Rennens Wilson Chebet, der den Spitznamen „Mr Amsterdam“ erhielt, nach rund 30 km den Kontakt zur Spitzengruppe verlor und sich nicht unter den Top 10 platzieren konnte, wurde es für Bernard Kipyego (Kenia) nichts mit dem avisierten Hattrick in Amsterdam. Der Sieger der vergangenen beiden Jahre wurde dieses Mal Achter.

Rennverlauf im Frauenrennen

Im Rennen der Frauen wurde eine Endzeit von etwa 2:22 Stunden avisiert. Entsprechend passierte die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 1:11:11. Doch in der zweiten Hälfte konnte Meselech Melkamu das Tempo nicht mehr ganz halten. Nach rund 30 km setzte sie sich von ihren Rivalinnen ab. Hinter der souveränen Siegerin Meselech Melkamu (2:23:21) wurde Abebech Afework in 2:24:27 Zweite. Dritte wurde überraschend die frühere Kenianerin Eunice Chumba (Bahrain). Die 23-Jährige war mit einer Bestzeit von 2:31:13 Stunden ins Rennen gegangen und steigerte sich nun als Dritte gleich auf 2:25:00. Während Priscah Jeptoo als Vierte folgte (2:25:57), lief die Amsterdamer Streckenrekordlerin Meseret Hailu (Äthiopien/2:21:09) auf Rang fünf mit 2:27:50.

„Es war hart, denn es war sehr viel Wind auf der Strecke. Es ging einfach nicht schneller, aber ich bin froh, dass ich gewonnen habe“, sagte Meselech Melkamu, die in diesem Jahr bereits zum dritten Mal eine überzeugende Leistung im Marathon zeigte: Zunächst war sie im Januar Dritte in Dubai mit 2:22:29, dann gewann sie in Hamburg bei ebenfalls windigem Wetter in 2:21:54.

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