Houston-Marathon

Daba rennt trotz Toilettenpause Kursrekord

Obwohl Bekana Daba beim Houston-Marathon kurz vor dem Ziel eine Toilettenpause einlegte, gewann er in 2:07:04 Stunden.

Houston-Marathon

Bekana Daba gewinnt den Houston-Marathon mit einem Streckenrekord.

Bild: photorun.net

Ein äthiopischer Newcomer sorgte beim Houston-Marathon für eine famose Leistung: Der erst 22-jährige Bekana Daba lief am Sonntag seinen zweiten Marathon, musste kurz vor dem Ziel eine Toilettenpause einlegen und gewann trotzdem noch mit einer Kursrekordzeit von 2:07:04 Stunden. Auch bei den Frauen setzte sich eine Äthiopierin durch: Mamitu Daska siegte in 2:26:33. Mit diesen Ergebnissen setzte der Houston-Marathon seine gute Serie von Siegzeiten der letzten Jahre fort. Bei den Männern erzielte Bekana Daba die schnellste bisher in diesem Jahr gelaufene Zeit.

Bekana Daba, der mit einer 5.000-m-Bestzeit von unter 13:00 Minuten über eine hervorragende Grundschnelligkeit verfügt, war erst im vergangenen Oktober sein Marathondebüt gelaufen. Damals lief er zweitklassige 2:14:40 Stunden. Doch dreieinhalb Monate später zeigte Bekana Daba nun, dass mit ihm über die klassische Distanz zu rechnen ist.

Eine sechsköpfige Spitzengruppe hatte die Halbmarathonmarke in Houston nach 64:17 Minuten erreicht. Nach 25 km setzte sich dann Bekana Daba zusammen mit dem Kenianer Wilfred Murgor ab. Doch lange konnte Murgor das nun deutlich flottere Tempo nicht halten. Nach einem 5-km-Abschnitt von 14:22 Minuten war der Kenianer bald nach der 30-km-Marke geschlagen. Daba strebte einem sicheren Sieg entgegen und einer Zeit von unter 2:07 Stunden, die in Houston einmalig gewesen wäre. Doch dann musste er so dringend auf die Toilette, dass er das Rennen rund eine Meile vor dem Ziel unterbrach. Bekana Daba hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt einen derart großen Vorsprung, dass er es sich leisten konnte, in einem Toilettenhäuschen zu verschwinden.

Zwar verpasste Daba dadurch die erhoffte Zeit von unter 2:07 Stunden, doch mit 2:07:04 stellte er trotzdem noch einen Kursrekord auf. Die bisherige Streckenbestzeit war sein Landsmann Teshome Gelana mit 2:07:37 Stunden erst vor einem Jahr gelaufen. Damit fiel bei den Männern in Houston zum dritten Mal in Folge der Kursrekord. Platz zwei ging überraschend an den US-Amerikaner Nick Arciniaga, der mit großem Rückstand hinter dem Sieger in 2:11:30 vor Wilfred Murgor das Ziel erreichte.

Bei teilweise starkem Regen und hoher Luftfeuchtigkeit entwickelte sich bei den Frauen ein Zweikampf zweier Äthiopierinnen. Mamitu Daska und Ashu Kasim kämpften um die Siegprämie von 35.000 US-Dollar, nachdem ein männlicher Pacemaker kurz nach der 30-km-Marke aus dem Rennen gegangen war. Am Ende hatte Mamitu Daska das bessere Stehvermögen und gewann den Marathon in 2:26:33 vor Ashu Kasim (2:27:47). Dritte wurde Stephanie Rothstein (USA) in 2:29:35.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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